Wirtschaftskrise
Playboy-Bunnys müssen Ohren steif halten

Sex sells? Von wegen. Dem Männermagazin „Playboy “weht der Wind eiskalt ins Gesicht. Anzeigen- und Abo-Geschäft sind rückläufig. Wenigstens bei den Bestellvideos können Bunnys und Co noch zulegen.

HB NEW YORK. Die Wirtschaftskrise setzt dem Herausgeber des Männermagazins „Playboy“ im Anzeigen- und Abo-Geschäft zu. Der US-Medienkonzern weitete seinen Verlust im vierten Quartal deutlich auf 145,7 Mio. Dollar aus von 1,1 Mio. Dollar vor Jahresfrist. Belastend wirkten sich dabei Restrukturierungs- und andere Einmalkosten von 157,2 Mio. Dollar aus, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte. Eine schwächere Nachfrage ließ den Umsatz überraschend stark um knapp 20 Prozent auf 69,8 Mio. Dollar fallen.

Zwar verzeichnete Playboy im heimischen TV-Segment und bei Bestellvideos (Video-on-Demand) deutliche Zuwächse. Im klassischen Magazin-Bereich brach der Umsatz aber um elf Prozent ein. Für das erste Quartal 2009 erwartet das Unternehmen einen weiterer Rückgang der Anzeigenumsätze um 27 Prozent zum Vorjahr. Im Online-Bereich fielen die Umsätze gar um 41 Prozent. Auch hier waren schleppende Anzeigenverkäufe ein Grund, aber auch ein Rückgang bei den Einnahmen aus dem kostenpflichtigen Angebot.

Playboy-Chef Jerome Kern sagte, angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds müssten die Sparmaßnahmen der vergangenen Monate verstärkt werden. Kern zeigte sich zuversichtlich, dass Playboy nach dem Ende der Wirtschaftsflaute wieder Gewinne schreiben werde. Er hatte die Konzernspitze von Christie Hefner übernommen, die im Dezember zurücktrat.

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