Wirtschaftsprüfer beging peinliche Anfängerfehler
Bei PWC beworben, Daten von Hackern gestohlen

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) steht im Mittelpunkt einer Datenschutz-Affäre. Offensichtlich sind Hacker in eine externe Datenbank des Unternehmens eingedrungen, die E-Mail-Adressen und Passworte von Personen enthielt, die sich bei PWC um eine Stelle beworben haben.

DÜSSELDORF. Das Unternehmen stellte am Donnerstag Strafanzeige gegen Unbekannt. PWC ist mit fast 9 000 Mitarbeiter und 1,35 Mrd. Euro Umsatz eine der großen vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland.

Die gestohlenen Daten lagen dabei nicht auf Rechnern von PWC selbst: Die Gesellschaft hatte einen Dienstleister beauftragt mit einer Datenbank, bei der sich Jobsuchende anmelden konnten. Die nun aufgetauchten Daten bestehen anscheinend aus E-Mail-Adresse und einem Passwort für diese Service.

PWC-Personalvorstand Frank Brebeck erklärte: "Wir bedauern diesen auf ein isoliertes System begrenzten Vorfall außerordentlich und haben umfangreiche Informationsmaßnahmen ergriffen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen kriminellen Angriff, der nur äußerst schwer zu erkennen ist und kaum Spuren hinterlässt." Das Unternehmen richtete gestern eine telefonische Hotline ein, die anbietet, sämtliche Daten von Bewerbern zu löschen.

Allerdings könnte das Unternehmen trotzdem vor einem Imageschaden stehen: Das unverschlüsselte Speichern von Passwörtern in Datenbanken fällt für IT-Experten in den Bereich der Anfängerfehler. Auch juristische Konsequenzen könnten möglich sein. Denn anscheinend sind einige der Daten Jahre alt. In den Datenschutzrichtlinien von PWC aber heißt es: "Wir speichern personenbezogene Daten die Sie uns übermitteln nur so lange, wie sie benötigt werden, um die Zwecke zu erfüllen, zu denen diese Daten übermittelt wurden, oder solange dies von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist."

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