Wizz Air
Billigflieger verlangt zehn Euro für das Handgepäck

Der ungarische Billigflieger Wizz Air will künftig auch abkassieren, wenn die Kunden nur mit Handgepäck reisen. Für alle Gepäckstücke, die nicht unter den Sitz passen, sollen zehn Euro fällig werden.
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AugsburgDer ungarische Billigflieger Wizz Air, der auch von deutschen Regionalflughäfen wie Dortmund, Lübeck oder Weeze startet, will seine Passagiere künftig offenbar auch fürs Handgepäck zahlen lassen. Wizz Air teste derzeit ein "neues Verfahren beim Handgepäck", wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Demnach sind nur noch kleine Gepäckstücke bis zehn Kilogramm, die "bequem unter dem Sitz verstaut" werden können, kostenlos. Für größere Gepäckstücke bis zehn Kilogramm, die in den Ablagen über den Sitzen verstaut werden, sollen die Passagiere hingegen jeweils zehn Euro bezahlen.

Das Verfahren werde derzeit auf Flügen von London Luton nach Kattowice in Polen und zurück einen Monat lang erprobt, teilte Wizz Air mit. Die ersten Reaktionen der Passagiere seien "sehr vielversprechend". Der Großteil der Passagiere tendiere zu leichtem Gepäck und bevorzuge die kostenfreie Lösung. Nur rund zehn Prozent der Fluggäste hätten sich bisher entschieden, für größere Gepäckstücke im Handgepäck zu zahlen. Wizz Air fühle sich "bestärkt", diese "neue Gepäck-Philosophie" auf das gesamte Streckennetz auszudehnen. Weniger Gepäck bedeute mehr Komfort und langfristig weniger Treibstoff-Verbrauch.

Wizz Air ist vor allem in Zentral- und Osteuropa unterwegs und verfügt nach eigenen Angaben über 39 Airbus-Maschinen. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit zwölf Millionen Passagieren. Die Airline bietet nach eigenen Angaben ein "einfaches Dienstleistungsmodell: ticketloses Reisen, zeit- und kostensparende Zweitflughäfen, keine Platzzuweisung, Verpflegung auf Nachfrage und gegen Bezahlung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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