Wohnungskonzern
GSW füllt seine Kassen für Zukäufe

Schon seit Monaten ist GSW auf Expansionskurs – und noch soll nicht Schluss sein. Mit Hilfe einer Wandelanleihe will der Wohnungskonzern Geld für weitere Zukäufe sammeln. Anleger sind allerdings weniger angetan.
  • 0

FrankfurtDer Berliner Wohnungskonzern GSW will sich mit einer Wandelanleihe über 185 Millionen Euro die Kasse für weitere Zukäufe füllen. Das Papier läuft bis 2019 und kann dann in rund fünf Millionen GSW-Aktien getauscht werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bis dahin wird die Anleihe jährlich mit zwei bis 2,5 Prozent verzinst. Der Bond solle neuen institutionellen Investoren noch im Tagesverlauf im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden.

Die GSW ist seit Monaten - wie viele andere Immobiliengesellschaften auch - auf Expansionskurs. Der Konzern beteiligt sich aber selten an großen Bieterprozessen, sondern kauft lieber überschaubare Portfolien unter der Hand zu. So übernahm die GSW erst im Oktober 4400 Wohnungen in Berlin, weitere 3000 sollen schon in Kürze folgen. Die Mittel aus der letzten Kapitalerhöhung im Frühjahr sind damit im Großen und Ganzen aufgebraucht.

Die Anleger nahmen die Verwässerung durch die neue Kapitalmaßnahme übel: Mit einem Minus von über zwei Prozent zählte die GSW-Aktie im frühen Handel zu den Schlusslichtern im Nebenwerteindex MDax.

Dabei läuft es für die GSW im Tagesgeschäft weiter gut. In den ersten neun Monaten kletterte das für die Dividende maßgebliche operative Ergebnis (FFO) um fast ein Viertel auf 50 Millionen Euro. Im Gesamtjahr sollen es 61 bis 64 Millionen werden, wie Finanzchef Andreas Segal bekräftigte. Unter dem Strich musste der Konzern per Ende September allerdings einen Gewinnrückgang auf 41 (Vorjahreszeitraum: 46) Millionen Euro verschmerzen. 2011 hatte es mit dem Verkauf des Breitbandkabelgeschäfts allerdings auch außerordentliche Erlöse gegeben.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wohnungskonzern: GSW füllt seine Kassen für Zukäufe"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%