Wohnungsmarkt
Patrizia Immobilien schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Boom auf dem Häuser- und Wohnungsmarkt erreicht auch Patrizia Immobilien. Der Konzern hat im zweiten Quartal vier Prozent mehr Wohnungen verkauft. Der Vorsteuergewinn stieg auf das Sechsfache.
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MünchenDie Immobiliengesellschaft Patrizia treibt ihre Expansion ins Ausland voran und hat im zweiten Quartal 2012 deutlich mehr verdient. Im Tagesgeschäft sei der Vorsteuergewinn auf gut drei Millionen Euro geklettert, nachdem es im Jahr zuvor nur knapp eine halbe Million war, teilte der Augsburger Konzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich konnte das Unternehmen mit 2,1 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen schreiben. Beide Werte liegen allerdings unter dem Durchschnitt der Markterwartungen.

Aus dem eigenen Bestand hat Patrizia von April bis Juni 168 Wohnungen verkauft, ein Plus von gut vier Prozent. Käufer waren vor allem Privatpersonen, die ihr Geld in Immobilien stecken wollen. Allerdings gab es überhaupt keine Blockverkäufe an Profi-Investoren. Das soll sich im zweiten Halbjahr ändern.

Der Löwenanteil des Geschäfts entfällt weiterhin auf Deutschland, Patrizia will künftig aber auch stärker im Ausland mitmischen. Nachdem im Mai ein Büro in London eröffnet wurde, sollen Kopenhagen und Paris folgen. Ausgebaut wird das Fonds- und Servicegeschäft. Beide Bereiche sorgen bereits für höhere Einnahmen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand, er wolle den operativen Vorsteuergewinn um 20 Prozent steigern und rund 1800 Wohnungen veräußern. Zu Zukäufen äußerte sich das Unternehmen nicht. Patrizia gilt aber als Favorit für die 33.000 Wohnungen der BayernLB -Tochter GBW im Freistaat. Diese will sich Patrizia früheren Angaben zufolge zusammen mit Co-Investoren schnappen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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