Wortmann trotz Russland-Krise
Treue Schuh-Kunden – auch in Sibirien

Bis nach Sibirien baute Horst Wortmann seinen gleichnamigen Schuh-Konzern aus – doch der schwache Rubel und geringe Nachfrage in Russland machen dem Unternehmen zu schaffen. Trotzdem hält Wortmann an dem Markt fest.

DetmoldTrotz erheblicher Einbußen auf dem wichtigen russischen Markt hat das Schuhunternehmen Wortmann sein Geschäft weitgehend stabil gehalten. Der Damenschuh-Produzent mit Marken wie „Tamaris“ und „Marco Tozzi“ konnte im Geschäftsjahr 2014/2015 die Umsätze um 0,3 Prozent auf knapp 1,02 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag am Firmensitz in Detmold berichtete. Zu Gewinnen macht das Familienunternehmen keine Angaben.

Der schwache Rubel und ein deutlicher Konsumeinbruch in Russland hätten das Ergebnis jedoch belastet. Das Land sei aber weiterhin der wichtigste Exportmarkt und das solle auch so bleiben, sagte Firmenchef Horst Wortmann. Seit mehr als zwölf Jahren habe man das Geschäft bis nach Sibirien ausgebaut. „Wir ziehen uns nicht zurück, sondern glauben fest daran, dass die Krise vorbeigehen wird. Dann haben wir treue Kunden“, sagte Wortmann. Das gelte ebenso für das momentan schwierige Griechenland- und nahezu brachliegende Ukraine-Geschäft.

Verkauft wurden mehr als 51 Millionen Paar Schuhe - rund jedes zweite davon im Ausland. Die Marke „Tamaris“ mache dabei den größten Anteil aus. Auch die Label „Marco Tozzi“ oder „S. Oliver shoes“ gehören zu dem Familienunternehmen. Nicht zuletzt wegen des erfreulichen Wachstums in Frankreich, Belgien und Polen konnte die Exportquote minimal auf 53,5 Prozent zulegen (Vorjahr 53,2 Prozent).

Weltweit zählt Wortmann mehr als 1150 Mitarbeiter. Über Fertigungspartner, vor allem in China und Vietnam produzieren rund 30 000 Arbeitskräfte für die Detmolder.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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