Zahl der Aussteller stagniert
"Messeplatz Deutschland droht Zersplitterung"

Die Deutsche Messe AG in Hannover hat als Veranstalter weltweit führender Industriemessen vor Überkapazitäten der deutschen Ausstellungsbranche gewarnt. Vor diesem Hintergrund stellte Messe-Vorstand Sepp Heckmann am Dienstag das neue Konzept der Industrieschau Hannover Messe 2004 vor.

HB HANNOVER. „Grundsätzlich ist Wettbewerb förderlich. Aber derzeit droht am Messeplatz Deutschland eine Zersplitterung“, sagte Heckmann bei der Präsentation. „Mit 2,5 Millionen Quadratmetern Hallenfläche besteht in Deutschland bereits jetzt eine enorme Überkapazität“, fügte er hinzu. Hinzu kämen die Ausbaupläne von Messestandorten wie München, Frankfurt oder Düsseldorf sowie das neue Gelände in Stuttgart mit allein 100 000 Quadratmetern. In Karlsruhe sei gerade ein Gelände mit 50 000 Quadratmetern eröffnet worden.

Von 1998 bis 2002 sei die Messefläche in Deutschland um zehn Prozent gewachsen, die Zahl der Aussteller aber stagniere, beschrieb Heckmann die Entwicklung. Unternehmen hätten ihre Marketingausgaben reduziert und damit auch bei ihren Messeauftritten gespart. Dazu sei das Besucherinteresse rückläufig gewesen. Insofern sei der weitere Zubau von Flächen „eine messepolitische Fehlentwicklung.“

Die Zurückhaltung von Unternehmen bei Messen bekam in diesem Frühjahr auch die hannoversche Messe AG zu spüren, die zur Weltausstellung Expo 2000 kräftig investiert hatte. Sowohl bei der Computermesse CeBIT als auch bei der Hannover Messe waren Aussteller- und Besucherzahl rückläufig gewesen.

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