Zahlen entsprechen den Erwartungen
Lufthansa bleibt auf Sparkurs

Die Deutsche Lufthansa muss ihre Profitabilität nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Mayrhuber trotz einer in diesem Jahr deutlich verbesserten Geschäftsbilanz weiter steigern. Daher drängt der Konzern auf weitere Sparmaßnahmen.

HB FRANKFURT. Nach dem Milliardenverlust im Vorjahr hält Europas drittgrößte Fluggesellschaft für 2004 einen Reingewinn von rund 200 Mill. € für denkbar. Den Ausbau ihres Flugangebotes will Lufthansa allerdings verlangsamen. Mit Blick auf die seit längerem andauernden Tarifverhandlungen kündigte Konzernchef Wolfgang Mayrhuber eine harte Linie an.

„Unsere aktuellen Zahlen dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass wir deutlich bessere operative Ergebnisse brauchen, um das Unternehmen für die nächste Generation zu sichern“, sagte Mayrhuber am Donnerstag bei der Präsentation der Neun-Monatsbilanz in Frankfurt. Handlungsbedarf sieht er vor allem bei den Tarifverträgen für das Personal und der noch immer von hohen Verlusten belasteten Catering-Tochter LSG Sky Chefs. Bei den externen Service-Lieferanten, wie der Frankfurter Flughafen-Betreibergesellschaft Fraport, würden zudem alle Verträge überprüft. Dazu gehört unter anderem der gesamte Bodenverkehrsservice. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, sagte Mayrhuber. Es gehe um erhebliche Beträge.

Das von ihm kurz nach dem Amtsantritt vor einem Jahr aufgelegte mehrjährige Kostensenkungsprogramm gelte unverändert. „Das Ziel von 1,2 Mrd. € bis 2006 ist ehrgeizig, aber wir werden dieses Ergebnis abliefern“, sagte Mayrhuber.

Von dem Sparziel für 2004 von 430 Mill. € seien bis Ende September 354 Mill. realisiert worden. Beim Personal werde die für dieses Jahr geplante Kostenreduzierung von 105 Mill. € aber nur zur Hälfte erreicht. Seit über einem Jahr verhandelt Lufthansa mit den Gewerkschaften für Piloten, Boden- und Kabinenpersonal unter anderem über flexiblere und längere Arbeitszeiten. Mayrhuber, der seit einiger Zeit auf Entscheidungen drängt, gab sich zuversichtlich. „Ich gehe davon aus, das wir scheibchenweise alles bekommen werden“, sagte er. Die zuletzt stockenden Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Cockpit würden schon bald fortgesetzt. Auch mit den Tarifpartnern für andere Mitarbeitergruppen seien noch 2004 neue Gespräche geplant, ergänzte ein Konzernsprecher.

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