Zahlen für die ersten neun Monate
Deutsche Post profitiert von Auslandsexpansion

Die Deutsche Post hat ein durch und durch positives Zwischenfazit des Geschäftsjahres 2005 gezogen. Umsatz und Gewinn zogen in den ersten neun Monaten kräftig an.

HB DÜSSELDORF. Die Deutsche Post hat in den ersten neun Monaten den operativen Gewinn (Ebit) um 19,9 Prozent auf 2,372 Milliarden Euro gesteigert und damit die Erwartungen von Analysten erfüllt. Damit muss der Konzern im vierten Quartal operativ mindestens 1,2 Milliarden Euro verdienen, um sein Ergebnisziel für 2005 erreichen zu können.

„Unser operatives Geschäft entwickelt sich insgesamt erfreulich, und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieser Trend auch für den weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird“, bilanzierte Finanzchef Edgar Ernst am Donnerstag in Bonn. Beim Konzerngewinn für die ersten neun Monate konnte die Post mit einem Anstieg von 51 Prozent auf 1,344 Milliarden Euro die Prognosen der Analysten von 1,325 Milliarden Euro leicht übertreffen. Der Umsatz lag bei 32,5 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahr.

Im dritten Quartal konnte die Post bei einem Umsatzanstieg von 10,6 auf 11,03 Milliarden Euro ein Ebit von 720 Millionen Euro einfahren. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch bei 484 Millionen Euro gelegen. Der Überschuss stieg von 169 auf 405 Millionen Euro. Auch damit lag die Post im Rahmen der Erwartungen von Experten.

Das Sparprogramm Star habe mit 163 Millionen Euro zum Ergebnis beigetragen, hieß es weiter. Das sei der höchste Quartalsbeitrag seit dem Start des Programms vor drei Jahren. Insgesamt habe das Programm, das bis Jahresende ausläuft, akkumuliert knapp 1,3 Milliarden Euro eingebracht. Am Ende des Jahres sollen es mindestens 1,4 Milliarden Euro werden.

Der Vorstand bekräftigte seine Prognose, im Jahr 2005 einen operativen Gewinn (Ebit) in Höhe von mindestens 3,6 Milliarden Euro erreichen zu wollen. Im Vorjahr hatte das Ebit bei knapp 3 Milliarden Euro gelegen. Unter dem Strich will der Konzern rund 2 Milliarden Euro verdienen, etwa 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Dividende will die Post um mindestens ein Drittel steigern.

Vorstandschef Klaus Zumwinkel hat dem ehemaligen Staatsmonopolisten einen konsequenten Kurs der Internationalisierung verordnet, um die Abhängigkeit der Post Briefgeschäft in der Bundesrepublik zu beenden. Das Monopol soll 2007 auslaufen. Noch in diesem Jahr will die Post mit dem größten Zukauf ihrer Unternehmensgeschichte den britischen Logistik-Konzern Exel übernehmen. Die ochter Postbank kauft die Bausparkasse BHW.

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