Zahlen für die ersten neun Monate
Kühne & Nagel verstärkt sich mit Zukauf

Der internationale Transport- und Logistikkonzern Kühne & Nagel hat angekündigt, die ACR Logistics mit Sitz in Paris zu übernehmen.

HB SCHINDELLEGI. Der Zukauf kostet 440 Millionen Euro. Hinzu kommen Schulden von ACR in einer Größenordnung von rund 50 Millionen Euro. Wie der Konzern am Montag im schweizerischen Schindellegi mitteilte, soll der größte Zukauf der Firmengeschichte am 1. Januar 2006 wirksam werden. Der Vereinbarung müssten die EU-Wettbewerbsbehörden sowie der Betriebsrat noch zustimmen.

Damit setzt Kühne & Nagel seinen Expansionskurs im Bereich Lager- und Distributions-Dienstleistungen für Unternehmen fort und steigt nach eigenen Angaben unter die fünf weltweit größten Anbieter dieser Geschäftssparte auf. ACR Logistics mit 15 000 Mitarbeitern ist an 140 Standorten in 11 Ländern vertreten und besonders in Großbritannien, Frankreich, Italien und den Benelux-Ländern aktiv. Im Zeitraum Februar bis Dezember 2004 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 1,2 Milliarden ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebita) von 60 Millionen Euro. ACR Logistics ist aus der britischen Hay Plc enstanden. Platinum Equity hatte 2004 die Logistiksparte aufgekauft als selbstständiges Unternehmen fortgeführt.

Geld für die Übernahme ist da. Kühne & Nagel gab gleichzeitig mit dem Kauf eine Gewinnsteigerung um 33 Prozent auf 216,7 Millionen Franken (rund 145 Millionen Euro) für die ersten neun Monate 2005 bekannt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebita) erhöhte sich um 16,3 Prozent auf 321,8 Millionen sfr. Der Umsatz stieg um 20,1 Prozent auf 10,8 Milliarden sfr. In allen Regionen seien im Vergleich zur Vorjahresperiode Marktanteile hinzugewonnen worden, teilte das Unternehmen mit.

Das Transportvolumen im Seefracht-Bereich stieg um 20 Prozent, während das Marktwachstum nur zwischen 8 und 10 gelegen habe. In der Luftfracht habe der Anstieg der Tonnage bei Kühne & Nagel bei 10 Prozent gelegen. Dagegen sei der globale Luftfrachtmarkt lediglich um rund 4 Prozent gestiegen, hieß es am Montag weiter. Im europäischen Landverkehr registriere das Unternehmen Fortschritte, obwohl ein “vorübergehender“ Rückgang des operativen Ergebnisses zu verzeichnen gewesen sei, der aus hohen Integrationskosten resultiere. In Bereich Kontraktlogistik stieg der Umsatz um 10,7 Prozent und das operative Ergebnis um 7 Prozent.

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