Zahlen für Oktober
Die Lufthansa fliegt hinterher

Die Deutsche Lufthansa hat im Oktober erstmals seit Jahresanfang weniger Passagiere befördert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dagegen legten die anderen Fluggesellschaften zu.

HB FRANKFURT. Die Zahl der Fluggäste ging nach Angaben vom Dienstag um 2,1 Prozent auf 4,65 Millionen zurück; die Auslastung der Maschinen fiel um 0,8 Prozentpunkte auf 74,7 Prozent. Die für den Umsatz wichtige Zahl der verkauften Passagierkilometer stieg auf Grund von Zuwächsen bei Langstreckenflügen allerdings um 0,6 Prozent auf 9,63 Milliarden. Das schon im Vormonat betrübliche Frachtgeschäft ging um 4,3 Prozent auf 157 000 Tonnen zurück.

Zuletzt büßte die Fluggesellschaft im März Passagiere ein. Seither zog das Geschäft vor allem auf Langstreckenflügen an. Im Oktober verlor die Lufthansa in allen Regionen Fluggäste. In Amerika wurde allerdings auch das Angebot gekürzt, was auf Transatlantikflügen zu einer besseren Auslastung führte.

Europas zweitgrößte Fluggesellschaft schnitt damit schlechter ab als Konkurrenten wie Air France-KLM und British Airways, die im Oktober ihre Passagierzahlen und die Auslastung steigerten.

Das Unternehmen entschuldigte das schlechte Abschneiden mit Rekordzahlen im Vorjahresmonat, die schwerlich wieder zu erreichen seien. Allerdings verzeichnete Lufthansa im vergangenen Jahr nicht nur im Oktober Passagierzuwächse von mehr als 10 Prozent. In den vorangegangenen Monaten konnte die Fluggesellschaft die 2004-er Zahlen jedes Mal übertreffen.

Nach Abschluss der ersten drei Geschäftsquartale - ohne die schlechten Oktober-Zahlen - musste die Lufthansa eine leicht rückläufige Gesamtauslastung von 70,6 Prozent vermelden (minus 0,4 Punkte). Dafür ist vor allem der Bereich Cargo verantwortlich: Denn während die Frachtmaschinen mit 64,0 Prozent (minus 2,2 Punkte) schlechter ausgelastet waren, waren die Sitzreihen in der Passage mit 75,8 Prozent um 1,5 Punkte besser besetzt als im Vorjahreszeitraum.

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