Zahlen fürs dritte Quartal
Austrian Airlines muss sich neuen Chef suchen

Die Austrian Airlines AG, kurz AUA, ist im dritten Quartal zwar aus den roten Zahlen herausgeflogen, doch das reicht nicht, um das Ergebnis für das Gesamtjahr zu retten.

HB WIEN. In den ersten neun Monaten hat die österreichische Fluglinie hohe Verluste eingeflogen; auch das Soloergebnis des dritten Quartals liegt trotz kräftigem Verkehrszuwachs unter der Vorjahresperiode. Belastend habe sich der anhaltend hohe Ölpreis sowie die Überkapazitäten im europäischen Markt ausgewirkt, hieß es zur Begründung der schlechten Lage.

Nur wenige Stunden nach Bekanntgabe des schlechten Ergebnisses hat AUA-Chef Vagn Sörensen angekündigt, seinen Vertrag auslaufen zu lassen. Er geht somit Ende September 2006. Die Gründe für diese Entscheidung seien „ausschließlich privater Natur“, teilte die AUA mit. „Über meine weitere berufliche Zukunft werde ich im Laufe des nächsten Jahres entscheiden“, wird Sörensen in der Aussendung zitiert. Er werde im Herbst kommenden Jahres wieder nach Dänemark übersiedeln. Zuletzt war spekuliert worden, ob der glücklose Manager der Verluste schreibenden AUA zur deutschen Lufthansa wechselt.

In den ersten drei Quartalen stieg der Umsatz der Fluggesellschaft im Vergleich zur Vorjahresperiode zwar von 1,69 auf 1,80 Milliarden Euro, das operatives Ergebnis sackte aber von plus 39.6 auf minus 77,9 Millionen Euro ab. Unterm Strich kam ein Minus von 71,3 Millionen Euro heraus nach einen Plus von 6,7 Millionen Euro.

Für das dritte Quartal nannte die Fluglinie ein Ebit von 15,4 Millionen Euro - was zwar im schwarzen Bereich liegt, aber deutlich unter dem Vorjahreswert von 58,5 Millionen Euro. Der Überschuss sank von 47,7 auf 7,9 Millionen Euro. Die Analysten hatten mehr erwartet: 22,2 Millionen Euro beim Ebit.

Für das Gesamtjahr werde ein deutlich negatives Betriebsergebnis (Ebit) erwartet, bekräftigte die Fluggesellschaft am Montag frühere Angaben. 2004 hatte AUA ein bereinigtes Ebit von plus 10,5 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Betriebsaufwendungen seien in den ersten neun Monaten um 11,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Steigerung führte die AUA vor allem auf den stark gestiegenen Kerosinpreis zurück. Der eingekaufte Sprit habe sich in den ersten neun Monaten um 51,3 Prozent auf 327,3 Millionen Euro verteuert. Trotz zahlreicher Erhöhungen der Treibstoffzuschläge hätten die Kostensteigerungen nur zu einem geringen Teil an den Markt weitergegeben werden können, teilte die AUA mit.

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