Zahlen fürs zweite Quartal
Bauboom im Ausland füllt Hochtief die Kasse

Das florierende Geschäft im Ausland hat den Gewinn von Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief in die Höhe schnellen lassen. Die Auftragsbücher sind voll.

HB DÜSSELDORF. Überschuss im Konzern kletterte von 11,5 auf 16,3 Millionen Euro, teilte Hochtief am Mittwoch in Essen mit. Der Gewinn vor Steuern ist von 44 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 86,7 Millionen Euro gestiegen. Analysten hatten im Durchschnitt ein Vorsteuerergebnis von 64 Millionen Euro erwartet.

Der Auftragseingang legte deutlich zu von 2,99 auf 3,78 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand summierte sich damit auf den Rekordwert von 20,374 Milliarden Euro nach 17,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Bauleistung des Konzerns stieg im Quartal von 3,29 auf 3,54 Milliarden Euro.

Hochtief erwirtschaftet 83 Prozent seines Konzernumsatzes im Ausland. Deutliches Wachstum konnte Hochtief in der Region Asien/Pazifik verbuchen. Dort kletterte der Vorsteuergewinn von 24,2 auf 61,7 Millionen Euro. Der Auftragseingang schnellte von 768 auf 1,46 Milliarden Euro in die Höhe. Speziell die australische Tochter Leighton konnte ihren Jahresgewinn dank des Booms im Straßenbau- und Minengeschäft kräftig ausbauen.

Auch in Europa mit dem von einer Baukrise geprägten deutschen Markt konnte Hochtief den Vorsteuergewinn leicht auf 6,5 Millionen Euro verbessern.

Das Flughafen-Geschäft konnte im zweiten Quartal schwarze Zahlen schreiben und erzielte einen Vorsteuergewinn von 4,5 Millionen Euro, nachdem Hochtief im Vorjahr noch einen Verlust von 5,3 Millionen Euro in die Bücher hatte nehmen müssen.

Für das Gesamtjahr erwartet Hochtief unverändert, den Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr um etwa 25 Prozent steigern zu können. Der Konzerngewinn soll um mehr als die Hälfte zulegen.

Wie der Konkurrent Bilfinger Berger setzt auch der deutsche Branchenprimus Hochtief auf sein wachsendes Auslandsgeschäft und den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts rund um das Bauen.

Der Hochtief-Aktienkurs war in der Vergangenheit durch Übernahme-Gerüchte auf immer neue Höhen geklettert und hatte am 10. August ein Jahreshoch von 34,30 Euro erreicht. Marktgerüchten zufolge soll sich der britische Baukonzern Wimpey für einen Kauf interessieren. Hochtief teilte nun mit, das Unternehmen sehe sich nicht als Übernahmekandidat. Alle Spekulationen dazu seien „absolut überflüssig“. Rund 80 Prozent der Hochtief-Aktien befinden sich im Streubesitz.

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