Zahlen fürs zweite Quartal
Fleischskandal belastet Metro

Deutschlands Nummer eins im Handel, der Metro-Konzern, blieb im zweiten Quartal leicht unter den Erwartungen der Analysten. Sorgendkinder sind die Töchter Real und Kaufhof.

HB DÜSSELDORF. Der Konzernumsatz sei zwischen April und Juni um 3,6 Prozent auf 13,83 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dabei wuchs der Auslandsumsatz um 9,9 Prozent, während der Umsatz im Inland um 2,5 Prozent schrumpfte. Metro machte dafür die Diskussion um eine Mehrwertsteuererhöhung verantwortlich. Das Ergebnis vor Steuern nahm um 10,3 Prozent auf 227,3 Millionen Euro zu. Die schwache Entwicklung bei den Lebensmittel-Töchtern Real und Extra belastete allerdings das Betriebsergebnis (Ebit). Es sank von 320,6 auf 315,9 Millionen Euro. Die Analysten hatten leicht bessere Zahlen erwartet.

Für das laufende Jahr erwartet Metro im Konzern weiter einen Umsatzanstieg von 5 bis 6 Prozent und einen Anstieg des Gewinns von 8 bis 12 Prozent.

„Mit dem Geschäftsverlauf bei Real sind wir nicht zufrieden“, räumte Metro-Chef Hans-Joachim Körber ein. Die Warenhausgruppe war im Frühjahr von einem Fleischskandal erschüttert worden. In zwei Filialen in Hannover war nicht mehr frisches Hackfleisch mit neuem Haltbarkeitsdatum versehen und wieder angeboten worden. Zwei Spitzenmanager mussten deshalb gehen. Der Umsatz von Real und der Supermarktkette Extra brach im zweiten Quartal um 10 Prozent ein, bereinigt um abgegebene Flächen noch um 5,6 Prozent. Das Ebita brach massiv ein und lag nur noch minimal im Plus: Es von 39,4 Mio vor einem Jahr auf 500 000 Euro.

Die Kaufhof-Warenhäuser hätten unter den angekündigten Bundestagswahlen gelitten, teilte Metro weiter mit. Dies habe die allgemeine Konsumzurückhaltung in Deutschland verstärkt. Insgesamt sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 764,9 Millionen Euro. Das Ebita lag wie im Vorjahreszeitraum im Minus, betrug statt 53,6 aber "nur" noch 47,7 Millionen Euro. Als Grund nannte Metro Einsparungen beim Personal. Man habe Grund, die Zukunft der Kette positiv zu sehen, sagte Körber. Unter anderem von vier Eigenmarken in den Kaufhäusern verspricht sich der Konzernchef eine Steigerung der Attraktivität und höhere Margen.

Seite 1:

Fleischskandal belastet Metro

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%