Zahlen fürs zweite Quartal
TNT will nach Ertragsminus französische Töchter schließen

Der niederländische Logistikkonzern TNT hat im zweiten Quartal im laufenden Geschäft weniger verdient als noch ein Jahr zuvor. Nun sollen unrentable Töchter in Frankfreich geschlossen werden.

HB AMSTERDAM. Der operative Ertrag (Ebit) sei von 353 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 342 Millionen Euro gesunken, teilte der Konkurrent der Deutschen Post am Freitag in Amsterdam mit. Damit verfehlte der Konzern auch die Erwartung von Analysten, die im Mittel ein operatives Ergebnis von 347,5 Millionen Euro prognostiziert hatten. Unter dem Strich verbuchte TNT ebenso wie im Vorjahresquartal einen Gewinn von 210 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 3,39 Milliarden Euro.

Das Frankreich-Geschäft wird nach TNT-Angaben dadurch belastet, dass die Lohnkosten dort über denen der Konkurrenz liegen. Der Konzern will nun die Notbremse ziehen und sich von Aktivitäten in Frankreich trennen, die die Kapitalkosten nicht decken. Die TNT- Aktie reagierte am Morgen mit einem Plus von 2,18 Prozent auf 21,09 Euro auf die Ankündigung, Aktivitäten in Frankreich zu verkaufen.

Aber auch im internationalen Brief-Geschäft, das für rund 60 Prozent des operativen Ertrags im Konzern sorgt, musste TNT einen Ebit-Rückgang um neun Prozent verbuchen.

Wettbewerber von TNT sind neben der Deutschen Post auch die US-Konzerne UPS und FedEx. Die Deutsche Post hatte ihren Nettogewinn im zweiten Quartal von 275 auf 484 Millionen Euro gesteigert, UPS um 21 Prozent auf 986 Millionen US-Dollar.

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