Zahlreiche Proteste
Lufthansa kann Provisionen streichen

Eine informelle Prüfung habe ergeben, dass die Streichung der Provisionen an die Reisebüros durch die Lufthansa kein missbräuchliches Verhalten darstelle. Das sagte eine Sprecherin des Bundeskartellamts am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit einen Vorabbericht der „Süddeutschen Zeitung“.

HB FRANKFURT. Allerdings sei die Prüfung noch nicht abgeschlossen, da noch eine Entscheidung ausstehe, ob die Lufthansa den Reisebüros Gebühren für bestimmte Leistungen zahlen müsse, ergänzte die Sprecherin. Vor allem viele kleine und mittlere Reisebüros hatten in den vergangenen Wochen gegen das neue Preismodell protestiert, mit dem die Airline ab September die Provisionen für den Flugscheinverkauf streichen

will.

Am Montag hatten mehrere hundert Reisebüros einen dreitägigen Verkaufsboykott gegen die Lufthansa gestartet. Bis Mittwoch sollen möglichst keine Flugscheine der größte deutschen Airline verkauft werden. Die Pläne der Lufthansa sehen vor, vom 1. September an die bisherigen Provisionen zwischen fünf und neun Prozent des Ticketpreises einzubehalten. Die Reisebüros sollen stattdessen für Verkauf und Beratung ein Serviceentgelt auf den Preis aufschlagen. Lufthansa spart dadurch nach Branchenangaben mehr als 100 Millionen Euro.

Wie viele der 4 600 deutschen Reisebüros mit Lufthansa-Lizenz das neue Modell verweigert haben, steht erst in einigen Tagen fest. Ihnen wird nach Lufthansa-Angaben aber in jedem Fall gekündigt. Die Lufthansa-Aktie ging am Dienstag mit einem Plus von 0,75 Prozent auf 14,73 Euro aus dem Xetra-Handel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%