Zalando legt Jahreszahlen vor
„Wir werden jetzt nicht den Fuß vom Gas nehmen“

Erstmals in seiner Geschichte schreibt Zalando schwarze Zahlen. Der Börsenneuling profitierte dabei vor allem von einer sich ausbreitenden Mobilnutzung seiner Angebote per Smartphone oder Tablet.
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BerlinDer Online-Modehändler Zalando profitiert zunehmend von mobilen Kunden. Der Anteil der Verbraucher, die über Smartphones oder Tablets bestellen, stieg 2014 auf 42 von 27 Prozent, wie der Berliner Konzern am Donnerstag mitteilte.

„Der Anteil an Besuchen von mobilen Endgeräten erreicht erneut ein Rekordniveau.“ Im vierten Quartal habe der Wert bei 48 Prozent gelegen, zur Weihnachtszeit in einigen Märkten sogar bei 60 Prozent. Zalando hatte im Februar vorläufige Geschäftszahlen vorgelegt und bestätigte diese nun. Erstmals seit der Firmengründung 2008 schrieb der Börsenneuling, der mit dem Werbeslogan „Schrei vor Glück“ bekannt geworden ist, im vorigen Jahr schwarze Zahlen.

Im Gesamtjahr legte der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 2,2 Milliarden Euro zu, das bereinigte Ebit erreichte 82 Millionen Euro nach minus 109 Millionen Euro im Jahr zuvor. Für 2015 peilt Zalando an, den Umsatz um 20 bis 25 Prozent zu erhöhen.

„Wir werden jetzt nicht den Fuß vom Gas nehmen, nicht mal ansatzweise“, sagte Vorstand Rubin Ritter. Die Gewinnmarge werde wegen neuer Investitionen in langfristiges Wachstum wohl nicht ganz das Niveau von 2014 erreichen. Zudem plane man, „massiv neue Mitarbeiter“ einzustellen.

Gut die Hälfte seines Umsatzes macht Zalando in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier gab es 2014 ein Plus von 17 Prozent. In zwölf anderen europäischen Märkten war das Wachstum mit 37 Prozent deutlich stärker. Hier verbesserte sich die Marge deutlich, blieb mit 1,3 Prozent aber negativ. Der deutschsprachige Raum hingegen ist mit plus 6,7 Prozent profitabel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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