Zara-Mutter Spanien beschert Inditex höhere Gewinne

Die Zara-Mutter Inditex geht mit Schwung in das Weihnachtsgeschäft und profitiert dabei von einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen. Bis Oktober legte der Gewinn um ein Fünftel zu.
Der Mutterkonzern Inditex profitiert vom wieder anziehenden Geschäft in Spanien. Quelle: Reuters
Zara-Filiale in Madrid

Der Mutterkonzern Inditex profitiert vom wieder anziehenden Geschäft in Spanien.

(Foto: Reuters)

ArteixoEine anziehende Nachfrage in Spanien hat dem Zara-Mutterkonzern Inditex in den ersten neun Monaten 2015 ein Gewinnplus beschert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,02 Milliarden Euro und damit ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor, wie der H&M-Konkurrent am Donnerstag in Arteixo mitteilte. Damit traf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 14,7 Milliarden zu. Währungsbereinigt lag das Plus bei 15 Prozent - und diese Entwicklung hielt auch im November an.

Dem spanischen Inditex-Konzern, der in Deutschland mit der Modekette Zara vertreten ist, kam dabei die Erholung im Heimatland zugute. In dem von der Eurokrise gebeutelten Land zog die Nachfrage zuletzt wieder an. Den Branchenexperten der Bank Barclays zufolge erreichten die Modeverkäufe im Oktober dort den höchsten Stand seit mindestens sechs Jahren. Inditex hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt rund 400 neue Läden eröffnet, die sich über acht Marken verteilen.

In den vier Wochen bis zum 3. Dezember stiegen die Umsätze um etwa 15 Prozent, was in etwa auch dem Tempo der vergangenen neun Monate entspricht. „Wir können sagen, dass Inditex im vierten Quartal bislang ebenso stark ist wie im dritten“, sagte Analystin Anne Critchlow von der Société Générale. Die als Ausdruck der Rentabilität des Unternehmens beachtete Bruttomarge sank allerdings leicht auf 58,8 Prozent von zuvor 59,4 Prozent. Ein Grund dafür sind vermutlich die Auswirkungen des starken Dollar, der die Kosten für Zulieferungen aus Asien in die Höhe treibt.

Das sind Europas größte Modekonzerne
Platz 10: Calzedonia
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Die Fachzeitschrift „TextilWirtschaft“ untersucht jedes Jahr die Umsätze der größten europäischen Bekleidungshersteller. Die Analyse zeigt: Der Markt steht vor großen Herausforderungen. Zwar konnten die meisten Konzerne wie zum Beispiel Calzedonia wachsen, doch die Krise in Russland und der Ukraine dürfte sich früher oder später in den Bilanzen niederschlagen.

Umsatz 2013: 1,60 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 1,85 Milliarden Euro
Veränderung: + 15,4 Prozent

Platz 9: Giorgio Armani
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1975 gründete Georgio Armani das Modelabel Armani. Mittlerweile gehört der Konzern zu den Größten der Modebranche. Für Armani arbeiten rund 6500 Menschen. Neben Kleidungsstücken vertreibt Armani außerdem Home-Artikel und Parfüms. Seit 2002 verkauft der Konzern auch Konfiserie-Artikel sowie verschiedene Honig- und Marmeladensorten. Acht Jahre später entstand im Burj Khalifa in Dubai das erste Hotel im Armani-Stil.

Umsatz 2013: 1,75 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,00 Milliarden Euro
Veränderung: + 14,2 Prozent

Platz 8: Esprit
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Ehemals etablierte Marken sind zu teuren Restrukturierungen gezwungen. So muss sich Esprit auf die Ansprüche der Kunden im digitalen Zeitalter einstellen, heißt es in der Studie von „TextilWirtschaft“. Auch Gerry Weber ist davon betroffen. Darüber hinaus leiden die Modekonzerne auch unter dem starken Dollar, der die Beschaffung verteuert. Esprit trifft es besonders hart. Bei keinem anderen Modekonzern in den Top-20 ist der Umsatz derart stark geschmolzen.

Umsatz 2013: 2,35 Milliarden Euro*
Umsatz 2014: 2,10 Milliarden Euro**
Veränderung: - 10,7 Prozent

*Geschäftsjahr 2013/14
**Geschäftsjahr 2014/2015

Platz 7: Kering
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Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnlich Umsätze. 2014 konnte Kering seinen Umsatz um knapp zwölf Prozent erhöhen.

Umsatz 2013: 2,13 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,38 Milliarden Euro
Veränderung: + 11,6 Prozent

Platz 6: Hugo Boss
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damDie Edelmarke Hugo Boss ist das zweitgrößte Modeunternehmen Deutschlands. Gegründet wurde es 1924 in Metzingen durch Hugo Ferdinand Boss. Ursprünglich stellte Hugo Boss Berufskleidung her. Unrühmlich ist die Vergangenheit des Konzerns. Im Zweiten Weltkrieg stellte der Konzern die Uniformen für SA, SS und die Wehrmacht her. Dafür wurden unter anderem Zwangsarbeiter aus West- und Osteuropa eingesetzt. Erst nach dem Krieg und dem Tod des Gründers 1948 wurde Hugo Boss zum Modekonzern. Unter der Leitung von Hugo Ferdinand Boss' Schwiegersohn Eugen Holy begann das Unternehmen damit, Herrenanzüge herzustellen.

Umsatz 2013: 2,43 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,57 Milliarden Euro
Veränderung: + 5,8 Prozent

Platz 5: Tommy Hilfiger
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Modedesigner Tommy Hilfiger rief 1984 in New York sein eigenes Modelabel ins Leben. Dass der Konzern im Ranking europäischer Modekonzerne gelistet ist, hat er seinem Firmensitz zu verdanken. Tommy Hilfiger sitzt seit 1997 in Amsterdam. 13 Jahre später wurde das Unternehmen durch den US-Konzern Phillips-Van Heusen übernommen.

Umsatz 2013: 2,56 Milliarden Euro*
Umsatz 2014: 2,70 Milliarden Euro*
Veränderung: + 5,3 Prozent

*Geschäftsjahr 2013/14
**Geschäftsjahr 2014/15

Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Krieg gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2013: 2,26 Milliarden Euro
Umsatz 2014: 2,70 Milliarden Euro
Veränderung: + 19,6 Prozent

  • dpa
  • rtr
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