Zehn Milliarden Euro Umsatz bis 2010
Logistikkonzern Ceva setzt auf Asienboom

Das niederländische Unternehmen peilt ein starkes Wachstum an. Dabei will Vorstandschef John Pattullo vor allem organisch zulegen, größere Übernahmen plant er ebenso wenig wie einen Börsengang. Wachstumsmarkt der Zukunft könnte Asien werden.

FRANKFURT. Der in den Niederlanden angesiedelte Logistikkonzern Ceva hat sich hohe Ziele gesetzt. „Wir wollen 2010 einen Umsatz von zehn Mrd. Euro erreichen“, sagte John Pattullo, Vorstandschef des Unternehmens, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Zuletzt erwirtschaftete Ceva Erlöse von sechs Mrd. Euro. Angaben zum Ergebnis machte das dem Finanzinvestor Apollo gehörende Unternehmen nicht.

Ceva ist aus der früheren Logistiksparte der TNT-Gruppe hervorgegangen. Apollo erwarb diese Sparte; in Ceva umbenannt fusionierte sie dann mit dem Wettbewerber EGL. Die Gruppe mit derzeit 52 000 Mitarbeitern ist heute der weltweit viertgrößte Anbieter in der Kontraktlogistik, also der Rundumdienstleistung für Kunden über mehrjährige feste Verträge.

Pattullo will sein ehrgeiziges Ziel vor allem über organisches Wachstum erreichen. „Wir haben derzeit keine Pläne für eine große Übernahme. Allenfalls kleinere Arrondierungen sind möglich“, sagte der CEO von Ceva. Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum sieht er gute Wachstumsmöglichkeiten: „Wir sind dort in allen wesentlichen Ländern und Industrien vertreten und wollen unser Geschäft bis zum Jahr 2010 verdoppeln.“

In der Logistikbranche gilt Asien seit längerem als ein Zukunftsmarkt. Dies betrifft nicht nur den Transportverkehr von und nach Asien. Auch der inner-asiatische Bedarf an Logistik-Dienstleistungen wächst rasant. „Das ist für uns natürlich sehr attraktiv, weil wir damit unabhängiger von den Folgen einer möglichen Rezession in den USA sind“, sagte Pattullo.

Allerdings bereitet dem Ceva-Management auch die derzeit angespannte Lage der US-Wirtschaft bislang keine schlaflosen Nächte. Zwar wirke sich die schwächere Wirtschaft auch auf das dortige Logistikgeschäft aus. Von den Rezessionsängsten in den USA sei aber vor allem das Import-Stückgutgeschäft betroffen. Hier habe Ceva nur einen relativ geringen Marktanteil in den USA, den Pattullo aber weiter auszubauen hofft, sogar bei rückgängigem Marktvolumen.

Auch Lateinamerika ist für den niederländischen Logistikkonzern ein interessanter Markt. So will er in der ersten Jahreshälfte sechs Mill. Euro in die Erweiterung eines Verteilerzentrum in Jundai, Brasilien investieren.

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