Zehn neue Geschäfte in Deutschland geplant
Umsatzwachstum von H&M enttäuscht

Die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) hat im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert, die Erwartungen der Analysten beim Gewinn aber nicht erfüllt.

HB STOCKHOLM. Im dritten Quartal (per Ende August) habe sich das Umsatzwachstum der Gruppe vor allem wegen der nur schleppenden Entwicklung am wichtigsten Markt Deutschland verlangsamt, teilte H&M am Donnerstag mit. Den Vor-Steuer-Gewinn steigerte die Gruppe im Vierteljahr etwas geringer als von Analysten im Schnitt erwartet. Der Konzern wolle sein Expansionstempo aber auch im nächsten Jahr beibehalten, hieß es. Unter den geplanten Filialen ist nach Angaben von H&M Deutschland ein großer „Flagship-Store“ in Hamburg. H&M-Aktien reagierten in Stockholm mit einem Kursplus von knapp 0,6 %.

Im dritten Quartal sei der Vor-Steuer-Gewinn zum Vorjahr um neun Prozent auf 2,08 Mrd. schwedische Kronen (rund 179,6 Mill. €) gestiegen, teilte H&M mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem höheren Gewinn von 2,15 Mrd. Kronen gerechnet. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 13,21 Mrd. Kronen und damit stärker als von Analysten im Schnitt mit 11,54 Mrd. Kronen prognostiziert. Vor allem im August enttäuschte das Umsatzwachstum mit fünf Prozent die Analysten, die mit acht Prozent gerechnet hatten.

In Deutschland legte der Umsatz nach Unternehmensangaben nur leicht auf 3,823 Mill. Kronen zu, nach 3,809 Mill. Kronen. Das Unternehmen begründete das insgesamt verlangsamte Umsatzwachstum vorwiegend mit dem Wetter, das - vor allem in Deutschland - zunächst zu kalt, im Sommer dann zu heiß für kräftige Umsätze gewesen sei. Mathias Geduhn, H&M-Pressesprecher für Deutschland und Polen, sagte Reuters: „Wir werden unseren Expansionskurs im nächsten Jahr fortsetzen und weiter wachsen.“ Für genauere Angaben zu Standorten sowie der Anzahl geplanter Filialeröffnungen sei es aber noch zu früh. H&M-Chef Rolf Eriksen sagte in Stockholm, das Einzige, was auf das Expansionstempo der Gruppe drücke, sei die schwierige Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für neue Filialen.

H&M beschäftigt in Deutschland nach Angaben des Unternehmens rund 11 000 Mitarbeiter. Am Donnerstag wurde in Hannover die 236. deutsche Filiale eröffnet. Weltweit hatte H&M per Ende August 901 Filialen und rund 39 000 Mitarbeiter. In den neun Monaten (per Ende August) eröffnete H&M 63 neue Geschäfte.

Analysten hatten weitgehend mit einem verlangsamten Umsatzwachstum gerechnet und werteten insbesondere die gestiegenen Gewinnmargen als positiv. „Wir haben nun die Bestätigung dafür, dass das Wachstum schwächer ist, aber die Margen halten sich gut“, sagte ein Analyst. Angesichts der enttäuschenden Umsatzentwicklung im August müsse H&M nun positive Signale für den Herbst geben, sagten Analysten.

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