Zeitarbeitssektor gilt als Frühindikator für Arbeitsmarkt
Zeitarbeitsfirmen sehen Konjunktur-Belebung

Bei den deutschen Zeitarbeitsfirmen macht sich der erwartete Konjunkturaufschwung bereits deutlich bemerkbar. Sie vermelden eine deutlich höhere Nachfrage nach Arbeitskräften als noch vor wenigen Monaten.

HB BERLIN. "Bei uns belebt sich der Arbeitsmarkt schon", sagte die Sprecherin des Marktführers Randstad, Petra Timm. Im ersten Quartal seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 % gestiegen.

Ähnlich äußerte sich der Sprecher der Zeitarbeitsfirma Adecco, Manfred Brücks. "Der Aufschwung ist spürbar", sagte er. Sein Unternehmen habe seit Mai deutliche Zuwächse verbuchen können, nachdem das Geschäft zuvor eher schwach verlaufen sei. Allerdings wachse die Nachfrage fast ausschließlich in Westdeutschland. Besonders gefragt seien gewerbliche Fachkräfte in den Branchen Maschinenbau, Elektronik und Informationstechnologie. Dagegen falle der Bedarf an Ungelernten und Kaufleuten deutlich ab.

Auch Deutschlands viertgrößter Zeitarbeitsanbieter, Persona Service, bestätigte, dass die Nachfrage nach Leiharbeitern deutlich anzieht. Im zweiten Quartal seien die Umsätze um 10 % gestiegen, sagte Marketing-Chefin Bianca Fahrenkrug.

Der Zeitarbeitssektor gilt gemeinhin als Frühindikator für den gesamten Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen versuchen zu Beginn von Aufschwungphasen zunächst, mit Leih-Personal zusätzliche Auftragsspitzen abzuarbeiten, bevor sie ihre Stammbelegschaften aufstocken.

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