Zeitung berichtet über Milliardenprojekt
Deutsche Bahn schaut sich angeblich in Saudi-Arabien um

Die Deutsche Bahn (DB) strebt einem Pressebericht zufolge die Beteiligung an milliardenschweren Eisenbahn- und Logistikprojekten in Saudi-Arabien an.

dpa-AFX HAMBURG. Nach Informationen der "FTD" (Dienstag) aus der Branche bemüht sich der Konzern um den Zuschlag für den Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und Güterverkehrszügen sowie eines Frachtumschlag-Standorts in der Retortenstadt King Abdullah Economic City. „Die Region boomt, sie besitzt damit für die DB ein erhebliches ökonomisches Potenzial“, sagte ein führender Bahn-Manager der "FTD". Der gesamte Vorstand habe Anfang Mai in Saudi-Arabien erste Gespräche zu dem Thema geführt, hieß es im Umfeld der Projektsteuerung in Saudi-Arabien.

Der Plan untermauert die internationalen Ambitionen des Konzerns. Es wäre das erste Mal, dass die Bahn außerhalb Deutschlands Gleisstrecken betreibt. Die Wachstumschancen im Heimatmarkt gelten als begrenzt. Konzernchef Hartmut Mehdorn treibt daher auch im Hinblick auf den geplanten Börsengang die internationale Expansion des Konzerns voran.

In Saudi-Arabien will der Konzern jedoch nicht als Finanzier der milliardenschweren Infrastrukturprojekte auftreten, sondern lediglich als Mitplaner und anschließend als Betreiber. Vier Konsortien hätten bereits ihr Interesse bekundet und seien nun eingeladen, detaillierte Angebote für Finanzierung, Bau und Betrieb abzugeben, hieß es im Umfeld der Projektsteuerung in Saudi-Arabien. Ob die Deutsche Bahn bereits Teil eines dieser Konsortien ist, blieb gestern unklar, ebenso wie das Umsatzpotenzial. Spätestens im ersten Quartal 2008 sollen die Aufträge vergeben werden.

Als wichtigsten der Infrastrukturpläne stellten die Saudis der deutschen Delegation Anfang Mai das „Landbridge Project“ vor – den Ausbau der Schienenwege quer durch das Land vom Roten Meer zum Persischen Golf in ein hochmodernes Gleisnetz für Fracht- und Personenzüge. Der Betrieb soll dem Gewinnerkonsortium für 50 Jahre überlassen werden. Die Deutsche Bahn wollte die Informationen auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.

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