Zeitungsbericht
Millionenbetrug beim „Grünen Punkt“

Das Duale System Deutschland (DSD), Betreiber des Müllrücknahmesystems „Grüner Punkt“, nimmt laut eines Presseberichts immer weniger ein. Das liegt aber keineswegs daran, dass weniger Abfall anfällt.

HB KÖLN. Viele Unternehmen druckten den „Grünen Punkt“ auf ihre Produkte, ohne dafür zu zahlen, berichtete die „Bild am Sonntag“. Dies gehe aus einer noch unter Verschluss liegenden Studie eines Fachinstituts hervor. Für rund ein Drittel der Verpackungen, die in der „Gelben Tonne“ landeten, bezahle die Wirtschaft nicht, zitierte die Zeitung aus der Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (Wiesbaden). Bei Pappe, Karton und Papier werde sogar zu zwei Dritteln betrogen.

Der Schaden für die Verbraucher betrage rund 500 Millionen Euro pro Jahr, da sie an der Kasse für den „Grünen Punkt“ höhere Preise zahlen. Das Unternehmen sowie das Institut waren am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Laut Studie prellen die Unternehmen für 581 Millionen Kilogramm Verpackungsmüll die Gebühren. Bei weiteren 292 Millionen Kilogramm entrichten demnach beispielsweise große Drogerieketten als Selbstentsorger keine Gebühren. Der Kunde bringe die Verpackungen nicht in die Filialen zurück, sondern werfe sie in die „Gelbe Tonne“ oder den Hausmüll. Dies führe auch zu Verärgerung bei Gebühren- Zahlern wie etwa Großdiscountern.

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