Zementkonzerne
Holcim und Cemex tauschen Werke in Europa

Ein Wechsel der etwas anderen Art: Die Zementkonzerne Cemex und Holcim tauschen ihre Werke in Deutschland und Tschechien. Beide Konzerne wollen dadurch Mehreinnahmen im zweistelligen Millionenbereich verbuchen.
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FrankfurtDie beiden weltweit tätigen Zementkonzerne Cemex SAB aus Mexiko und Holcim Ltd. aus der Schweiz haben sich auf einen Tausch von Standorten geeinigt und wollen die Profitabilität damit erhöhen. So wird Cemex die tschechischen Standorte von Holcim übernehmen, während Standorte im Westen Deutschlands an das Schweizer Unternehmen gehen sollen.

Die Unternehmen werden überdies ihre Geschäfte in Spanien zusammenlegen. Holcim wird den Mexikanern 70 Millionen Euro als Teil der Vereinbarung zahlen, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Cemex beziffert den positiven Effekt auf den Vorsteuergewinn Ebitda auf bis zu 30 Millionen Dollar jährlich, während Holcim mit einem Effekt von zumindest 20 Millionen Euro rechnet. Abgeschlossen werden solle die Transaktion im vierten Quartal des Jahres. Sie stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Cemex-Gläubigern und den Regulierungsbehörden.

„Nach Abschluss handelt es sich um einen wichtigen strategischen Schritt, der die Position von Cemex in Europa stärken wird“, hieß es in der Erklärung von Cemex-Vorstand Lorenzo Zambrano. Holcim seinerseits verwies auf die Stärkung der Marktposition in Deutschland. Im Norden des Landes würden die Werke mit jenen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg koordiniert, während der Tausch in Spanien die „notwendige Flexibilität“ bereitstelle.

„Angesichts der bestehenden Überkapazitäten in Europa sieht es bei der Transaktion nach einem Vorteil für beide Seiten aus“, stellte Analyst Philipp Gamper von der Bank J. Safra Sarasin fest, der Holcim Neutral einstuft.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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