Zerschlagungs-Spekulationen
Cordes will Kaufhof wieder „auf Spur“ bringen

Nach dem Führungswechsel bei der Metro spekulierten Branchenkenner bereits über einen Verkauf der Töchter Kaufhof und Real. Doch jetzt dementierte der designierte Metro-Chef Eckhard Cordes laut Betriebsrat. Weder kurz- noch mittelfristig sei mit derartigen Schritten zu rechnen, hieß es.

HB DÜSSELDORF. Primäres Ziel müsse es sein, die beiden Metro-Töchter operativ wieder „auf Spur“ zu bringen, habe Cordes dem Gesamtbetriebsrat versichert, hieß es in einem Brief des Arbeitnehmergremiums an die Mitarbeiter, der Reuters am Montag vorlag.

Es gab zuvor Spekulationen, Kaufhof könne rasch an den Konkurrenten Arcandor gehen. Ein Metro-Sprecher sagte, der Konzern bestätige, dass der Brief ein Gespräch zwischen Cordes und dem Betriebsrat wiedergebe. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern.

Cordes habe in dem Gespräch am vergangenen Freitag gesagt, es gebe in operativen Fragen „keine Tabus“. „Es werde aber keine Zerschlagung der Metro Group geben“, habe er versichert. Cordes wolle sich in den kommenden Monaten einen detaillierten Überblick über die Situation des Unternehmens machen. Das aktive Immobilienmanagement des Konzerns wolle er fortsetzen. Eventuelle Erlöse daraus sollten für „investive Zwecke“ eingesetzt werden.

„Kurz- und mittelfristig“ werde es nicht zu weit reichenden Einschnitten ins Portfolio kommen, habe Cordes bilanziert. Es gebe aber auch keine Bestandsgarantien, wenn Unternehmensbereiche sich mittelfristig nicht Wert steigernd entwickelten.

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