Zersplitterung der Messelandschaft: Die Asiaten stehen vor der Tür

Zersplitterung der Messelandschaft
Die Asiaten stehen vor der Tür

Deutschland ist das Land der Messen. In keinem anderen Staat der Erde treffen derart viele Verkäufer und Kunden derart oft aufeinander. Doch die Vormachtstellung ist bedroht. In Südostasien und China boomen die Messen. Die Deutschen verkennen die Gefahr.

FRANKFURT. Europas Messebosse schauen fasziniert nach Paris. Dort haben sich in nur wenigen Monaten zwei neue Messekonzerne formiert, die künftig in der Spitzengruppe der europäischen Branche mitspielen werden. Zuerst legte sich der Immobilien-Konzern Unibail, dem bereits das größte Pariser Messegelände Paris Expo Porte de Versailles gehörte, den größten französischen Messeveranstalter Exposium zu.

Dann kam der Gegenzug der Konkurrenz: Die Pariser Handelskammer, Besitzerin des Messegeländes Paris Nord und des Messeplätzchens Le Bourget, kaufte die Mehrheit am Pariser Messeveranstalter Comexpo. Interessante Gemeinsamkeit: In beiden Fällen wurde das Gelände- um das Veranstaltungsgeschäft ergänzt. Ob die Übernahmen nur Größe oder auch Erfolg bringen, wird freilich davon abhängen, dass es gelingt, die Geschäfte zu integrieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Deutschlands Messe-Manager reagieren zunächst gelassen auf die neuen Formationen im Nachbarland. Nur der Frankfurter Messechef Michael von Zitzewitz zuckt sichtlich. Er sieht in den Zusammenschlüssen ein „deutliches Signal, dass die Karten im europäischen Messewesen neu gemischt werden – ohne dass Deutschland dabei mitmischt“.

Tatsächlich scheint es, als fühlten sich die Messegesellschaften im „Messeland Nummer eins auf der Welt“ (so der Kölner Messe-Chef Jochen Witt) noch recht sicher. Und tatsächlich müssen sich die meisten Gesellschaften, die internationale Messen veranstalten, weder mit ihren Geländen noch mit ihrem Service und Know-how vor der ausländischen Konkurrenz verstecken.

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