Zu hohe Nutzungspreise
Bahn muss Privatbahnen entschädigen

Die Deutsche Bahn hat für die Nutzung ihrer Bahnhöfe über Jahre zu hohe Preise verlangt, so das Urteil des Bundesgerichtshofs. Das Unternehmen muss nun einen zweistelligen Millionenbeitrag zurückzahlen.
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MünchenDie Deutsche Bahn hat Konkurrenten und eigenen Konzerntöchtern einem Bericht zufolge über Jahre zu hohe Preise für die Nutzung ihrer Bahnhöfe berechnet. Das Staatsunternehmen müsse den Wettbewerbern und Konzerntöchtern deshalb zu viel verlangte Entgelte zurückzahlen, wie die „Süddeutsche Zeitung" vom Mittwoch unter Berufung auf einen bislang noch unveröffentlichten Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe berichtete.

Das niedersächsische Bahnunternehmen Metronom war in der Angelegenheit gegen die Deutsche Bahn juristisch vorgegangen, nachdem diese ab 2005 das Preissystem für ihre 5400 Personenbahnhöfe umgestellt hatte.

Metronom hatte kritisiert, dass der Halt an einzelnen Stationen mit Umstellung des Preissystems von einem auf den anderen Tag deutlich mehr gekostet habe - zum Teil sogar das Zehnfache, berichtete die Zeitung unter Berufung auf den Anwalt Holger Schröder von der Nürnberger Kanzlei Rödl & Partner. Schröder hatte das Verfahren für das niedersächsische Bahnunternehmen geführt.

„Metronom war nicht das einzige Unternehmen, das sich dagegen wehrte“, sagte Anwalt Schröder der Zeitung. Er schätze, dass insgesamt etwa sechs bis acht Kläger gegen die Deutsche Bahn vorgingen und es insgesamt um einen zweistelligen Millionenbetrag gehe, den die Verkehrsunternehmen zu viel bezahlt hätten.

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