Zuckerkartell
Neuer Prozess um Schadenersatz hat begonnen

Ein neuer Millionen-Prozess um Schadenersatz gegen Zuckerhersteller hat begonnen. Der Süßwarenhersteller Storck klagt wegen überhöhter Preise. Zu Beginn hat sich das Gericht jedoch gleich vertagt.
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HannoverIm millionenschweren Schadenersatzprozess gegen drei Zuckerhersteller hat sich das Gericht zunächst vertagt. Es soll zunächst geklärt werden, ob das Landgericht Hannover überhaupt zuständig ist. Zum Verhandlungsauftakt am Dienstag sagte der Vorsitzende Richter, er gehe davon aus, dass im Falle des Zuckerherstellers Südzucker keine Zuständigkeit bestehe. Der Kläger, der Süßwarenproduzent Storck, beantragte die Klärung am Oberlandesgericht in Celle.

Den Beklagten wurde eine Frist von zwei Wochen für Stellungnahmen eingeräumt. Sowohl Südzucker als auch Pfeifer & Langen (Diamantzucker) hatten eine sogenannte Zuständigkeitsrüge ausgesprochen.

In diesem und einem weiteren Prozess geht es um Schadenersatzklagen wegen eines Zuckerkartells. Storck geht davon aus, überhöhte Preise für Zuckerlieferungen bezahlt zu haben. Die Schadenersatzforderungen belaufen sich auf 85 Millionen Euro, zudem klagt der Konserven- und Feinkosthersteller Jütro GmbH, der den Schaden auf 650.000 Euro beziffert.

Hintergrund ist ein Kartell von Südzucker, Nordzucker sowie Pfeifer & Langen, für das das Bundeskartellamt 2014 Bußgelder von insgesamt 280 Millionen Euro verhängt hatte. Die Hersteller bestreiten, dass ihren Kunden ein Schaden entstanden ist.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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