Zugeständnisse von Verdi reichen dem Vorstand nicht
Karstadt-Quelle-Krise verschärft sich

Bislang hat die Gewerkschaft Verdi im Vorfeld der Gespräche mit dem Karstadt-Quelle-Vorstand eine starre Position eingenommen. Doch nun will sie bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld Zugeständnisse machen. Das reicht der Konzernführung jedoch nicht.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. In Frankfurt präsentierten Verdi und der Gesamtbetriebsrat von Karstadt-Quelle am Dienstag eine gemeinsame Resolution. Die Gewerkschaft und die Arbeitnehmervertreter forderten darin den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Alle 181 Warenhäuser sollten im Konzern verbleiben und alle Betriebe des Konzerns müssten erhalten bleiben. An den bestehenden Tarifverträgen dürfe nicht gerüttelt werden.

Nach Angaben aus Verdi-Kreisen will die Gewerkschaft jedoch Zugeständnisse bei übertariflichen Leistungen wie beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld machen. Der vom Vorstand angeregten Verlängerung der Arbeitszeit werde man aber nicht zustimmen, hieß es. „Die Arbeitszeit darf nicht angerührt werden.“

„Dieses Angebot reicht sicher nicht aus für eine erfolgreiche Sanierung“, sagte Konzernsprecher Jörg Howe. „Es gibt keine Alternative zu den vorgelegten Sanierungsmaßnahmen.“

Noch am Dienstag werde Warenhauschef Helmut Merkel die Gespräche mit Verdi und dem Gesamtbetriebsrat in Frankfurt aufnehmen, sagte er. „Wir müssen bis Ende Oktober zu Potte kommen“, hob Howe hervor. In den Tagen zuvor hatte bereits Konzernchef Christoph Achenbach erklärt, dass es in drei bis vier Wochen eine Einigung über die Sanierungsmaßnahmen mit Verdi und dem Gesamtbetriebsrat geben müsse. Sonst würden die Gläubigerbanken und die Anteilseigner den Geldhahn zudrehen. „Dann wäre es aus“, hatte er gesagt.

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