Zukäufe
Deutsche Wohnen zapft erneut Aktionäre an

In Deutschland dürften Wohnungen im Volumen von mindestens zehn Milliarden Euro den Besitzer wechseln. Die Deutsche Wohnen möchte diese Wachstumschance nutzen und bittet ihre Aktionäre um mehr Kapital.
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Frankfurt Die Deutsche Wohnen bittet ihre Aktionäre erneut zur Kasse: Für weitere Zukäufe sollen die Anteilseigner der Immobilienfirma auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Dezember in Frankfurt einer Kapitalerhöhung zustimmen.

"Wir verfügen über eine gute Reputation am Markt und sind deshalb sehr zuversichtlich, zur Fortschreibung unserer Wachstumsstory die nötige Unterstützung unserer Aktionäre zu erhalten", erklärte Vorstandschef Michael Zahn am Mittwoch. Derzeit stünden mehrere große und kleine Wohnungsbestände zum Verkauf an, die Deutsche Wohnen wolle hier ihre Chance zu wachsen nutzen, erklärte die Firma weiter. "Hierfür braucht die Gesellschaft neues genehmigtes Kapital, um weiterhin schnell und flexibel in den Transaktionsprozessen agieren zu können."

In Deutschland dürften Experten zufolge 2012 Wohnungen im Volumen von mindestens zehn Milliarden Euro den Besitzer wechseln - so viele wie schon lange nicht mehr. Vor allem der Verkauf großer Pakete an institutionelle Investoren treibt das Geschäft an. Diese schielen auf die stabilen Einnahmen aus den Mieten in der Krise, in der andere Anlageformen wenig abwerfen. Zum Jahresende sind noch die Privatisierung der bundeseigenen Immobiliengesellschaft TLG und der Verkauf der Dresdner Wohnungen des Immobilienkonzerns Gagfah geplant.

Die Deutsche Wohnen hat die Einnahmen aus den letzten zwei Kapitalerhöhungen im November 2011 und Juni 2012 von rund 620 Millionen Euro bereits fast komplett für Zukäufe ausgegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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