Zukäufe geplant
Henkel-Chef bekräftigt Übernahme-Pläne

Henkel-Chef Kasper Rorsted erwägt weitere Firmenübernahmen. Der finanzielle Spielraum dafür liege derzeit bei vier Milliarden Euro – Tendenz steigend. Seine eigene Zukunft bei Henkel lässt Rorsted aber offen.
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BerlinDer Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel hat sein Interesse an Firmenübernahmen bekräftigt. Man habe im vergangenen Jahr intensiv mögliche Ziele analysiert, sagte Kasper Rorsted der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Jetzt gehe es um die Umsetzung. „Unser finanzieller Spielraum liegt im Moment bei vier Milliarden Euro und wird sich weiter erhöhen.“ Nach Worten des dänischen Managers bevorzugt der Dax-Konzern, Einvernehmen mit der Führung einer gekauften Firma zu erzielen. Der Persil-Hersteller hat über Jahre keine großen Zukäufe gestemmt. Die letzte milliardenschwere Übernahme gelang im Jahr 2008 – damals wurde die Klebstoffsparte gestärkt. Diese erwirtschaftet nun rund die Hälfte des Konzernumsatzes.

Zugleich bekräftigte Rorsted die Jahresprognose für 2013. „Wir erwarten ein organisches Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent.“ Für die bereinigte EBIT-Marge rechne der Konzern mit einem Anstieg auf etwa 14,5 Prozent und für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie mit einem Zuwachs von etwa zehn Prozent. „Die stabile Lage und unsere gute Position in Deutschland helfen uns, die Situation in Südeuropa ist und bleibt schwierig, aber in einigen Wachstumsländern läuft es umso besser.“

Zu den Spekulationen, dass Rorsted der neue Chef des Industriegase-Konzerns Linde werden könnte, sagte der Henkel-Manager: „Wir kommentieren grundsätzlich keine Spekulationen. Aber ich kann Ihnen sagen, dass ich sehr gerne bei Henkel bin.“ Henkel habe gerade eine neue Strategie und Vier-Jahres-Ziele verkündet. „Deren Umsetzung gilt jetzt meine ganze Aufmerksamkeit.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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