Zukäufe weiter im Blick
Lufthansa findet neue Partner

Die Deutsche Lufthansa forciert den Ausbau von Kooperationen und streckt ihre Fühler dabei verstärkt nach Südamerika aus. Das sei aber keinen Ersatz für mögliche Zukäufe, erklärte das Unternehmen.

HB FRANKFURT. Die Fluggesellschaft gab am Mittwoch das zweite Bündnis mit einer Airline in Südamerika innerhalb von zwei Tagen bekannt. Mit der Fluggesellschaft TACA aus El Salvador, die auch aus Peru und Costa Rica fliegt, wird eine weit reichende Zusammenarbeit ausgelotet.

Am Dienstag hatte Lufthansa eine Absichtserklärung mit der führenden brasilianischen Fluggesellschaft TAM angekündigt. Mit beiden Airlines ist als erster Schritt die Verknüpfung des Angebots von Flügen mit gemeinsamen Flugnummern geplant, die gegenseitig gebucht werden können. „Wir prüfen kontinuierlich weltweit Möglichkeiten für weitere Kooperationen“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Noch im Sommer seien Codeshare-Abkommen in Nordafrika mit Egypt Air (Ägypten) und Ethiopian Airlines (Äthiopien) geplant.

Insofern seien die Vereinbarungen keine neue Strategie und auch kein Ersatz für weitere Zukäufe. „Es gilt weiterhin: Lufthansa will weiter wachsen aus eigener Kraft, über Allianzen und auch über Beteiligungen“, sagte die Sprecherin. Der Vorstand bleibe aber bei seiner Linie, dass sich Zukäufe rechnen müssten.

Die zum Verkauf stehende spanische Iberia ist dem deutschen Marktführer zu teuer, wie er in den vergangenen Wochen wiederholt betont hat. Experten sehen im verstärkten Aufbau von Kooperationen gerade in Südamerika für Lufthansa durchaus eine Alternative zu einer Übernahme der dort ebenfalls sehr starken Iberia.

Seit dem Niedergang des langjährigen Partners Varig steht der deutsche Marktführer unter Druck, neue Partner in Südamerika zu finden. Die frühere brasilianische Staats-Airline musste Anfang 2007 wegen eines nicht mehr ausreichenden Angebots aus dem von Lufthansa geführten Bündnis Star Alliance ausscheiden.

Im Deutschen Aktienindex (Dax) zählte Lufthansa am Mittwoch zu den größten Gewinnern mit einem Plus von zeitweise gut zwei Prozent auf 21,50 Euro. Die Münchner Bank HVB hatte am Morgen ihr Kursziel erhöht und das Papier zum Kauf empfohlen.

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