Zukunft ohne Nyse: Wie geht es weiter mit der Deutschen Börse?

Zukunft ohne Nyse
Wie geht es weiter mit der Deutschen Börse?

Wie geht es nun weiter mit der Deutschen Börse? Beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse redete Konzern-Chef Reto Francioni um den heißen Brei herum.
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EschbornManchmal ist es nicht so wichtig, was ein Konzernchef sagt. Sondern, was er nicht sagt. Reto Francioni etwa, der Chef der Deutschen Börse. Vergangene Woche hatte er zur Jahreseröffnung in „The Cube“, der Firmenzentrale in Eschborn nahe Frankfurt geladen. Als Hausherr muss er eine Rede halten. Zur Zukunft der Deutschen Börse, zu den Herausforderungen der kommenden Monate.

Doch zu einem Thema wollte der Schweizer nicht so recht Auskunft geben: der geplanten und inzwischen geplatzten Fusion mit der New York Stock Exchange (Nyse Euronext). Es läge eine große Chance darin, sagte Francioni. Und: „Während die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sich auf Finanzkrise und Börsenfusion richtete, drehte sich die Börsenwelt 2011 weiter“, mehr kam nicht.

Die Welt drehte sich weiter. Die Fusion mit der Wall Street ist abgehakt, die Hoffnung, dass EU-Wettbwerbskommissar Joaquin Almunia den geplanten Zusammenschluss doch noch genehmigt, begraben.

Francioni bemühte die großen Zusammenhänge. Die wachsende Bedeutung der asiatischen Märkte, den immer größeren Wettbewerbsdruck durch die Handelsplätze in Fernost. Er sprach von den Fusionen der Börsen Tokio und Osaka. Die immer bessere Zusammenarbeit der großen Börsen in den Schwellenländern. Und diese Entwicklung werde immer weiter gehen, sagt Francioni. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis diese Handelsbetreiber eine globale Rolle spielten und die Börsen der westlichen Welt überträfen.

Die Deutsche Börse sei allein stark genug, den Herausforderungen zu begegnen, man müsse ihr aber die entsprechenden Freiräume geben, sagt Francioni auch heute wieder. Die Deutsche Börse kann als starker Partner ein Gegengewicht in Europa bilden zu den aufstrebenden asiatischen Handelsbetreibern. Als Partner, nicht allein. Gemeinsam würden Deutsche Börse und Nyse Euronext zum mit Abstand größten Handelsbetreiber der Welt werden. Ein starkes Gegengewicht.

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Francioni hat einen Gegenspieler bei der EU-Kommission

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