Zukunft von Güterverkehrs-Vorstand Bernd Malmström ungewiss
Streit um Sparpläne beim Bahn-Güterverkehr

In der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn am Dienstag in Berlin bahnt sich eine Kraftprobe zwischen Vorstand und Aufsichtsrat an. Anlass ist die mittelfristige Finanzplanung des Konzerns für die nächsten Jahre, die am Dienstag verabschiedet werden soll.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Umstritten sei vor allem das Sanierungskonzept für die angeschlagene Güterverkehrstochter Railion AG, erfuhr das „Handelsblatt“ aus Aufsichtsratskreisen.

Die Zukunft von Güterverkehrs-Vorstand Bernd Malmström sei deshalb ungewiss. Malmströms Vertrag sollte auf der Sitzung bis Ende 2006 verlängert werden. Die Verlängerung stehe angesichts von Konflikten um den künftigen Kurs der Güterverkehrssparte auf der Kippe oder könne verschoben werden, hieß es aus dem Aufsichtsrat und aus dem Bahn-Konzern. Weil Malmström in den nächsten Jahren konsequent alle unwirtschaftlichen Güterverkehrsdienste auf der Schiene einstellen will, sieht die Bundesregierung das Ziel der Bahnreform, mehr Verkehr auf die Schiene zu holen, in weite Ferne schwinden.

So soll das Zugangebot im Güterverkehr 2005 um drei Prozent und in den Folgejahren weiter reduziert werden. Erst 2009 solle wieder die gleiche Verkehrsleistung wie 2004 erreicht werden, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Die Investitionen sollen drastisch gekürzt werden. Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe sagte, bei der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats gebe es zur Güterverkehrsplanung noch Gesprächsbedarf.

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