Zunächst 51 Prozent veräußert
Arcandor verkauft Neckermann in Raten

Der Handelskonzern Arcandor hat sich für einen mehrheitlichen Verkauf seiner verlustreichen Versandtochter Neckermann an einen Finanzinvestor und gegen einen Börsengang entschieden. Zunächst würden 51 Prozent veräußert, teilte das Unternehmen mit. Für den Universalversender ist das Thema IPO damit trotzdem nicht vom Tisch.

HB FRANKFURT. Ein Investor werde in Kürze die Mehrheit übernehmen. „Spätestens Ende November sind die Verträge unterzeichnet“, sagte der für das Versandgeschäft zuständige Arcandor-Vorstand Marc Sommer der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe).

„Wir bleiben zunächst mit 49 Prozent beteiligt und wollen dieses Paket im Wege eines Börsengangs in einigen Jahren abgeben“, sagte Sommer. Er könne sich vorstellen, dass der neue Mehrheitseigentümer Neckermann in drei bis vier Jahren an die Börse bringe. Dann würde sich auch Arcandor ganz zurückziehen.

Arcandor hatte von regem Interesse von Finanz- und strategischen Investoren aus den USA und Europa an Neckermann gesprochen und zuletzt exklusiv mit einem Käufer außerhalb der Handelsbranche verhandelt. Begleitet wird Arcandor bei dem Prozess von den Investmentbanken Goldman Sachs und Credit Suisse.

Neckermann werde auch in diesem Jahr noch rote Zahlen schreiben, räumte Sommer ein. Der Versender werde seinen Umsatz um knapp zehn Prozent steigern, der Verlust werde bei einem kleinen zweistelligen Millionenbetrag liegen. „Aber in zwölf bis 18 Monaten verdient Neckermann Geld“, sagte der Vorstand.

In dem unter dem Dach von Primondo zusammengefassten Versandhandel will Sommer den Umsatz im Geschäftsjahr 2007/08 (zum 30. September) um fünf Prozent steigern. Verluste sollen dann der Vergangenheit angehören. Auch das Deutschland-Geschäft von Quelle solle dann profitabel sein. „Der freie Fall ist gestoppt. Quelle ist wieder da“, sagte Sommer.

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