Zusätzliche Garantien für Kredite gefordert
Berliner Bank verklagt Versandhaus-König Otto

Die Berliner Bankgesellschaft hat den Hamburger Milliardär Michael Otto vor dem Hamburger Landgericht verklagt. Das bestätigte eine Sprecherin des Hamburger Landgerichts gegenüber dem Handelsblatt.

HB HAMBURG. Das Geldhaus fordert von Otto zusätzliche Garantien für die an den US-Katalogversender Spiegel Inc. ausgegebenen Millionen-Kredite. Spiegel gehört zu 89% der Hamburger Versandhaus-Dynastie Otto. Damit versucht die Berliner Bankgesellschaft auf dem Gerichtsweg, von dem Versandhauskönig Michael Otto eine bessere Vergleichsquote als andere Gläubigerbanken des angeschlagenen US-Versenders zu erreichen.

Die Sprecherin des Hamburger Landgerichts bestätigte, das Gericht habe am heutigen Freitag getagt und eine Entscheidung auf den 28. Mai verschoben. Das Zivilverfahren läuft unter dem Aktenzeichen AZ 317 O 303/03. Ein Sprecher des Otto-Konzerns erklärte hierzu auf Anfrage: "Wir sehen dem Verfahren gelassen entgegen, weil wir die Klage für ungerechtfertigt halten". Die Berliner Bankgesellschaft wollte keinen Kommentar abgeben.

Die Otto-Familie verhandelt seit Monaten mit amerikanischen und deutschen Banken über eine Rettung des US-Katalogversenders. In der vergangenen Woche hatten die Geldhäuser zwei Vergleichsangebote des Versandshaus-Moguls abgelehnt, da sie die Offerten für zu niedrig hielten. Die Spiegel Inc. mit einem Umsatz von 1,76 Mrd. Dollar hat im März 2003 Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts angemeldet.

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