Zusammenschluss mit Kölner Büro von Norton Rose
CMS wird zweitgrößte Kanzlei in Deutschland

Der deutsche Kanzleimarkt gerät wieder in Bewegung. Gestern gab CMS Hasche Sigle bekannt, dass sich das Kölner Büro der britischen Sozietät Norton Rose Vieregge zu Jahresbeginn der deutschen Kanzlei anschließen wird.

jkn FRANKFURT/M. Damit steigt die Zahl der Anwälte von CMS von etwa 350 auf 420 – davon 155 Partner – und die Sozietät rückt in Deutschland vom vierten auf den zweiten Platz vor.

Cornelius Brandi, Managing Partner von CMS Hasche Sigle, bezeichnete den Zusammenschluss als „großen Gewinn für unsere Sozietät“. Erste Gerüchte über das Zusammengehen waren im November aufgetaucht. Die Reaktion der Mandanten sei sehr positiv gewesen, sagte Herbert Wiehe, Managing Partner des Kölner Büros von Norton. „Das bestätigt unsere Entscheidung für CMS“, sagte Wiehe.

Nachdem der deutsche Anwaltsmarkt Ende der 90er Jahre von einer Übernahmewelle überrollt worden war – vor allem angelsächsische Großkanzleien versuchten damals, auf diese Weise ein Standbein in Deutschland aufzubauen – war die „Fusionitis“ mit dem Einbruch des Wirtschaftswachstums und des Übernahmegeschäfts abgeebbt. Ganz allmählich scheinen sich die Sozietäten aber wieder für das anziehende Geschäft zu rüsten.

Erst vor wenigen Tagen hatten die US-Sozietät Piper Rudnick und die europäische Kanzlei DLA ihre Fusion bekannt gegeben. Die nun viertgrößte Sozietät der Welt hat auch den deutschen Markt im Visier. Zwar ist DLA Piper Rudnick hier zu Lande noch nicht sehr stark präsent, dennoch wächst der Druck auf die etablierten Kanzleien. Zudem ändern immer mehr Großkanzleien ihren Kurs. Statt wenig differenzierte Rundum-Services zu bieten, konzentrieren sie sich zunehmend auf einzelne, besonders lukrative Schwerpunkte und greifen hier die kleineren Spezialanbieter an.

CMS Hasche Sigle dürfte mit der gestrigen „Akquisition“ auf den steigenden Wettbewerb reagieren. CMS genießt einen guten Ruf vor allem beim Geschäft mit Unternehmen (Corporate), Arbeitsrecht und auch Immobilien. Auch hält die Sozietät in fast allen wichtigen Standorten die notwendigen Ressourcen bereit. Doch dies gilt nicht für Frankfurt und Düsseldorf. Vor allem im Rheinland ist es CMS bislang nicht gelungen, richtig Fuß zu fassen.

Das neue Büro bringt die notwendige „Masse“ und Expertise mit, um diesen Mangel zu beseitigen. Norton hat sich in Köln ähnlich wie CMS bei Themen wie Übernahmen oder auch Arbeitsrecht einen Namen gemacht. Zudem ist CMS nun in zehn deutschen Städten präsent.

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