Zusammenschluss mit TNS
GfK hält an Fusionsplänen fest

Der Chef des Nürnberger Marktforschunsinstituts GfK, Klaus Wübbenhorst, geht fest von einem Zusammenschluss mit dem englischen Wettbewerber TNS aus. Der Manager will damit Attacken des englischen Werbekonzerns WPP auf TNS abwehren.

FÜRTH. Ein Zusammenschluss von GFK und TNS "ist im besten Interesse der Mitarbeiter, der Aktionäre und der Kunden", sagte Klaus Wübbenhorst auf der Hauptversammlung des Konzerns in Fürth. Der Manager betonte, er werde sich dem Störfeuer des Werberiesen WPP nicht beugen und weiter mit TNS verhandeln.

Die beiden Konkurrenten TNS und GfK kündigten im April an, kurz vor der Fusion zu stehen. Beide Unternehmen hätten sich bereits auf die Eckpunkte eines Zusammenschlusses geeinigt. Allerdings seien wesentliche Details noch nicht geklärt.

Kurz darauf unterbreitete der englische Werbekonzern WPP ein Übernahmeangebot für TNS. Dies lehnte die TNS-Führung aber umgehend als zu niedrig ab. WPP besitzt bereits mit Kantar einen der größten Marktforscher der Welt. Als Reaktion auf die schroffe Ablehnung der Offerte ging WPP-Chef Martin Sorrell an die Öffentlichkeit und warnte vor Stellenstreichungen bei der GfK im Falle einer Fusion mit TNS.

Für GfK-Chef Wübbenhorst ist das nur Angstmache. "TNS und GfK suchen händeringend Mitarbeiter", sagte er dem Handelsblatt. So würden auch künftig in der Zentrale der GfK in Nürnberg eher neue Leute eingestellt, als Arbeitsplätze gestrichen. Rund 25 Mrd. Dollar werden jedes Jahr weltweit für Marktforschung ausgegeben. Vor allem in Schwellenländern wächst das Geschäft rasant.

Analysten halten es angesichts der WPP-Offerte inzwischen für unwahrscheinlich, dass es zur Fusion von GfK und TNS kommen wird. "Wir sind fest davon überzeugt, dass WPP sein Angebot aufstocken wird", heißt es bei Sal. Oppenheim. Für TNS-Aktionäre sei es dann attraktiv, die Anteile an WPP zu verkaufen.

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