Zuschlag erhalten
Fraport managt Flughafen von Delhi

Nach siebenjähriger Verzögerung hat sich Indien am Dienstag zur Privatisierung seiner zwei größten Flughäfen durchgerungen. Zusammen mit dem lokalen Baukonzern GMR gewann die Fraport AG den Zuschlag für den Flughafen der Hauptstadt Delhi.

NEU DELHI/FRANKFURT. Teil des Konsortiums ist auch Malaysias staatlicher Flughafenbetreiber. Mit ihm baut GMR bereits einen neuen Airport in Hyderabad. In Bombay setzte sich die indische GVK-Gruppe durch.

Fraport-Chef Wilhelm Bender nennt den Zuschlag für Delhi einen „wichtigen Schritt in der Auslandexpansion des Unternehmens“. Das Geschäft außerhalb des Flughafens Frankfurt soll in den nächsten Jahren einen stärkeren Ergebnisbeitrag bringen. 2004 steuerte es dem Unternehmen zufolge 700 Mill. Euro Umsatz bei. Auf dem Weg zur Internationalisierung wurde Fraport vor drei Jahren durch das Scheitern des Terminal-Projekts im philippinischen Manila aus der Bahn geworfen. Der Schaden belief sich auf rund 400 Mill. Euro. Seitdem hat Fraport keine hohen Beiträge mehr in Auslandsengagements gesteckt.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber will als künftiger Miteigner des zweitgrößten indischen Flughafens 30 Mill. Euro investieren. Fraport trete im Rahmen des Konsortiums aber nicht als Finanzinvestor auf, sondern werde das Management des Airports übernehmen, erklärte ein Sprecher. Er bezifferte den Anteil der Frankfurter an Delhis Flughafen auf rund zehn Prozent. Insgesamt hält das Konsortium 74 Prozent. 26 Prozent bleiben beim indischen Staat.

Das Fraport-Konsortium hatte als einziger von sechs Interessenten alle technischen Kriterien des Bieterverfahren erfüllt. Um mit dem besten finanziellen Angebot der Konkurrenz gleichzuziehen, musste es sein Gebot am Dienstag nachbessern – künftig fließen 46 Prozent aller Einnahmen des Flughafens an den Staat.

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