Zuschüsse sinken
Leipziger Messe mit Gewinnrückgang

Die Leipziger Messe hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um rund 4,5 Mill. Euro verzeichnet. Die Unternehmensleitung ist dennoch zufrieden, weil sich die Messe bei Aussteller- und Besucherzahlen sowie vermieteter Fläche gegen den Trend gut entwickelt.

HB LEIPZIG. Nach 15,1 Mill. 2004 lag der Jahresüberschuss 2005 nur noch bei 10,6 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz habe mit 68 Mill. Euro aber um acht Prozent über dem des Vorjahres gelegen.

Trotz des Rückgangs bei Jahresüberschuss zeigte sich die Messeleitung zufrieden. Man habe im vergangenen Jahr das beste Geschäftsergebnis seit dem Bezug des Neuen Messegeländes vor zehn Jahren verzeichnet, sagte Messechef Wolfgang Marzin. Insgesamt habe die Leipziger Messe bei 43 Veranstaltungen im Messekalender des vergangenen Jahres 10 951 Aussteller (2004: 10 357) und über 1,16 Mill. Besucher gezählt. Die vermietete Gesamtnettofläche lag den Angaben zufolge bei fast 471 000 Quadratmetern nach gut 355 000 in 2004.

Mit diesen Zahlen habe sich die Leipziger Messe gegen den allgemeinen Trend gut entwickelt, erklärte der Messechef. Auch die ersten Monate 2006 hätten positive Ergebnisse gezeigt: So seien bei der Leipziger Buchmesse und dem Mitteleuropäischen Autosalon Auto Mobil International (AMI) mehr Aussteller und Besucher registriert worden. „Die Leipziger Messe wächst stärker als der Markt“, erklärte Marzin.

Trotz der guten Entwicklung ist das Unternehmen aber weiter auf Zuschüsse der Gesellschafter, das Land Sachsen und die Stadt Leipzig, angewiesen. Allerdings sei die Tendenz sinkend, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk, der Aufsichtsratsvorsitzender der Messe ist. Flossen 2004 noch rund zehn Mill. Euro an Zuschüssen, so seien es im vergangenen Jahr nur noch acht Mill. Euro gewesen. Für das laufende Jahr erwartete Jurk einen Zuschussbedarf von 7,5 Mill. Euro.

Neben dem eigentlichen Messegeschäft hat sich die Leipziger Messe ausweislich ihres Geschäftsberichts mit mehr als 200 Mill. Euro am Dresdner Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) beteiligt. Marzin verteidigte das Engagement damit, dass das Unternehmen einen Wirtschaftsförderungsauftrag habe. Er sprach von einer wichtigen strukturpolitischen Entscheidung. Mit dem Engagement im Bereich der Mikroelektronik hoffe man auch, entsprechende Messeveranstaltungen entwickeln zu können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%