Zuwachs bei den Passagierzahlen: Flughafen München plant Ausbau der Kapazitäten

Zuwachs bei den Passagierzahlen
Flughafen München plant Ausbau der Kapazitäten

Der Flughafen München hat das Jahr 2005 mit Rekordzahlen abgeschlossen und wieder einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Zugleich bekräftigte Flughafenchef Michael Kerkloh, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn in Betrieb nehmen zu wollen. Kerkloh nannte den Ausbau der Pisten eine „zwingende Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Flughafens.

HB MÜNCHEN. Noch im vergangenen Jahr hat der Flughafen noch einen Verlust von 54 Mill. Euro geschrieben, der im wesentlichen auf den Bau des zweiten Terminals zurückzuführen ist. 28,6 Mill. Fluggäste zählte der zweitgrößte deutsche Flughafen im vergangenen Jahr, das ist ein Plus von 6,7 Prozent.

Damit hat sich die Passagierzahl innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt. München ist heute die Nummer acht in Europa, knapp hinter Rom. Die Flughafengesellschaft geht von Schätzungen aus, wonach sich die Passagierzahl bis 2020 noch einmal verdoppeln könnte, wenn denn die Kapazitäten vorhanden wären.

Vor allem die Lufthansa, Hauptkunde des Flughafens, macht Druck: Sie möchte München neben Frankfurt als Drehkreuz ausbauen und ihre Langstreckenflotte in München in den kommenden Jahren auf 30 Maschinen verdoppeln. Auch die DBA will ihre Flotte in München weiter aufstocken.

„Es ist fünf vor zwölf, was die Kapazitätsfrage angeht“, sagte Kerkloh. Bereits jetzt habe der Flughafen fünf Stunden am Tag, an denen keine Start- oder Landerechte mehr vergeben werden könnten. Derzeit verhandelt der Flughafen mit den Anwohnern wegen der neuen Bahn, die statt 90 Flugbewegungen pro Stunde 120 Start- und Landungen ermöglichen würde. Zudem setzt sich der Flughafen massiv für den Bau des Transrapid ein. Die Magnetschwebebahn soll den Flughafen ab 2011 mit einer Fahrzeit von zehn Minuten mit dem Münchener Hauptbahnhof verbinden. Neben der Münchener Stadtregierung wehren sich vor allem Anwohner gegen das Projekt, das Planfestellungsverfahren läuft seit Jahresbeginn.

Konflikte stehen dem Flughafen auch mit der Bodenabfertigung bevor. Hier ist ein Verlust von 40 Mill. Euro angefallen. Flughafenchef Kerkloh will nun mit den Gewerkschaften über einen Sanierungsbeitrag verhandeln, um die Personalkosten senken zu können. fas

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