Zwei Flüge pro Woche nach Basra
Polnische Fluglinie fliegt in die Gewinnzone

Zum ersten Mal seit Jahren hat es die staatliche polnische Fluglinie LOT geschafft, wieder Gewinne einzufliegen. Im ersten Halbjahr steigerte sie ihre Passagierzahlen um mehr als zehn Prozent.

HB/dpa WARSCHAU. Die polnische Fluglinie LOT hat in den ersten zwei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn in Höhe von 36,1 Millionen Zloty (10,6 Millionen Euro) erzielt. Der Gewinn der operativen Tätigkeit betrage 9,6 Millionen Zloty, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens. Vergleichszahlen des Vorjahres wurden nicht genannt. Im März hatte die staatliche Linie angekündigt, zum ersten Mal seit Jahren wieder in die Gewinnzone zu fliegen.

Mit fast zwei Millionen Passagieren beförderte LOT bis Juli mehr als 173 000 Reisende mehr als im Vorjahr. Das sei ein Anstieg von 10,3 Prozent, hieß es. Die Zahl der Flüge hingegen ging nach der Aufgabe unrentabler Strecken um 4,7 Prozent zurück. Während die Auslandsflüge mit 71,1 Prozent der Passagierzahlen den größten Anteil der LOT-Kunden brachten, stieg die Zahl der Passagiere auf innerpolnischen Strecken überproportional um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. LOT hatte im vergangenen Jahr eine strategische Allianz mit der Deutschen Lufthansa geschlossen.

Vom 14. September an will LOT zwei Mal wöchentlich Passagier- und Cargoflüge in die irakische Stadt Basra aufnehmen. Ein Sprecher der Fluggesellschaft sagte der polnischen Rundfunknachrichtenagentur IAR, LOT habe sich beim irakischen Regierungsrat erfolgreich um die Start- und Landeerlaubnis für Basra bemüht. Die internationalen Flüge von und nach Basra waren während des Golfkrieges im Jahr 1991 eingestellt worden. Polen übernimmt von September an die Verwaltung einer fünf Provinzen umfassenden Besatzungszone im Irak.

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