Zweirad-Milliardengeschäft
Fahrräder machen sich in den Städten breit

Elektrisch, leise und umweltfreundlich soll der Verkehr der Zukunft sein. Besonders in den Städten setzen immer mehr Menschen auf das Fahrrad. Die Bedeutung des milliardenschweren Fahrradmarktes wächst.
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KarlsruheIn deutschen Städten müssen Autofahrer mehr Raum an Fahrradfahrer abtreten: Schutzstreifen, markierte Abbiegespuren und mehr Stellplätze sollen die Menschen auf das umweltfreundliche Zweirad locken. Dem Fahrrad sagen manche wieder eine gute Zukunft voraus. Aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ändert sich aber noch zu wenig. „Die Verkehrspolitik muss dem Radverkehr den roten Teppich ausrollen“, forderte Sprecherin Stephanie Krone.

Die deutsche Fahrradindustrie setzte 2015 nach Schätzung des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) rund fünf Milliarden Euro um. 4,35 Millionen verkaufte Fahrräder und Elektro-Bikes in Deutschland brachten davon einen Umsatz von gut 2,4 Milliarden Euro. Aktuell sind rund 72 Millionen Fahrräder auf deutschen Straßen unterwegs. Die gesamte deutsche Fahrradwirtschaft inklusive Tourismus steht für rund 278.000 Arbeitsplätze und 16 Milliarden Euro Umsatz.

Einen weiteren Zuwachs an Arbeitsplätzen erwartet der ZIV am ehesten im Fahrradtourismus. „Da ist das größte Potenzial“, sagt Verbandssprecher David Eisenberger. Branchenexperten setzen auch auf einen Schub durch die Digitalisierung. Im ersten Halbjahr 2016 lief es wegen des schlechten Wetters nicht ganz so gut. Der ZIV geht von 2,7 Millionen verkauften Fahrrädern aus, einem Minus von 5 bis 8 Prozent. Der Umsatz sei aber wegen des weiter gestiegenen Anteils von E-Bikes etwa stabil geblieben.

Für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einem Absatzplus bei den Elektro-Rädern von rund 5 Prozent auf 560.000 Stück. 2015 lag ihr Anteil bei 12,5 Prozent – Tendenz wachsend. Bis zum Jahr 2025 werde der Anteil der E-Bikes auf 30 Prozent steigen, meint Eisenberger.

Hierzulande gibt es laut dem Verband des deutschen Zweiradhandels (VDZ) rund 3700 Fahrradgeschäfte mit einem Umsatz von mindestens 100.000 Euro im Jahr. Die Tendenz gehe zu großen und kleinen spezialisierten Geschäften. Das klassische Fahrradgeschäft mittlerer Größe verliere dagegen an Boden.

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Kommentare zu " Zweirad-Milliardengeschäft: Fahrräder machen sich in den Städten breit"

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  • @ALLE

    Gott sei Dank fällt der 1.Januar dieses Jahr auf einen Sonntag,stellt Euch vor es wäre Montag, dann könnte man wieder einen Tag weniger kommentieren. :(
    Der erste Feiertag, 26. Dez., war doch schon fürchterlich. :(
    Am schönsten ist es, wenn Heiligabend an einem Freitag ist :)

    "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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