Zweistellige Zuwächse
Hitze treibt Mineralwasser-Absatz

Mediziner empfehlen, wegen der Hitzeperiode in Deutschland mehr Mineralwasser zu trinken. Die Abfüller vermelden ein sattes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Eine bestimmte Wasserart gewinnt besonders.
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Gerolstein/FachingenDie afrikanische Hitze lässt den Absatz von Mineralwasser in Deutschland kräftig sprudeln. Das hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter Mineralwasserherstellern ergeben. Die Betriebe hätten im Juli ein Absatzplus von durchschnittlich 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erreicht, einige sogar ein Plus von rund 30 Prozent, sagte eine Sprecherin des Verbands Deutscher Mineralbrunnen in Bonn.

Allerdings war der Juli 2012 laut der Sprecherin ein eher schlechter Absatzmonat gewesen. Im ersten Halbjahr 2013 lag der Verkauf um 0,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Bei Fachingen Heil- und Mineralbrunnen im rheinland-pfälzischen Birlenbach-Fachingen laufen die Bänder im Zwei-Schicht-Betrieb. Die Sonne sei derzeit der beste Verkäufer, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schaefer. Der Absatz sei im Juli um rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Im Vorjahr habe der beste Sommermonat August nur ein Plus von 13 Prozent beschert.

Die Wärme entschädige für das kalte Frühjahr, das der Branche zugesetzt habe, sagte Schaefer. Fachingen sei davon zwar kaum betroffen gewesen und habe im Juni sogar ein Absatzplus von 1,5 Prozent erzielt. Doch die Gastronomie als wichtiger Abnehmer habe sehr unter den Wetterkapriolen gelitten. Lieferengpässe sieht Schaefer momentan noch nicht. Die Branche sei auf Sommer eingestellt und habe vorproduziert. Nur wenn der ganze August noch sehr heiß bleibt, würde es bei Fachingen langsam auf Kapazitätsgrenzen zugehen.

Gerolsteiner Brunnen in der Eifel gehört gleichfalls zu den Firmen, die offenbar vom heißen Sommerwetter profitieren. „Der Juli hat uns mit Rekordtemperaturen von über 30 Grad Celsius einen positiven Absatzimpuls beschert“, sagte Marketingleiter Marcus Macioszek über den Verkauf von Mineralwasser. Es lägen zwar noch keine endgültigen Zahlen vor, sicher sei aber, dass das Juli-Ergebnis über dem des Vorjahres liege. „Damals hatte uns der Juli mit seinem hohen Regenanteil einen schwierigen Start in die Sommermonate beschert.“

Das Geschäft im ersten Halbjahr 2013 bezeichnete Macioszek als zufriedenstellend - trotz des über weite Strecken ungewöhnlich kühlen und regenreichen Wetters. „Das liegt auch daran, dass sich Mineralwasser längst zu einem Ganzjahresprodukt entwickelt hat.“

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  • Liebe Tomate,

    von Limonade krieg' ich Sodbrennen ........ ;-)

  • Lieber DonSarkasmo,

    Sie Konsumverweigerer!!!

    Ohne meine tägliche 4 Liter Limonande für 6€ kann ich bei dieser Hitze nicht überleben, meine ganze Familie sieht das ähnlich und so kostet uns ein heißer Sommertag mit Getränken schon fast 26 Euro!

    Arbeiten und das Geld wieder ausgeben, yeah... :-)

  • Ich muss auch für den Artikel Sprechen findet man doch recht interessante Details zu den Vorlieben der Bevölkerung. Auch ich finde, dass über unwesentlicheres geschrieben wird und wenn mich ein Artikel nicht interresiert dann auf zum nächsten.
    Bitte schreibt weiter auch solche Artikel für Leute wie mich. Danke

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