Zweites Quartal
Ryanair strotzt vor Selbstbewussein

Europas führender Billigflieger Ryanair hat Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Auch in den kommenden Monaten erwarten die Iren gute Geschäfte.

HB DUBLIN. „Wir haben für das nächste Jahr jede Menge Pläne und sind besonders für den Sommer zuversichtlich“, sagte Finanzchef Howard Millar am Montag. Das Unternehmen hob die Prognose für das Gesamtjahr (bis Ende März) an. Nun werde ein Anstieg des Nettogewinns auf 350 Mill. Euro erwartet, das entspreche einem Plus von 16 Prozent, teilte Ryanair mit. Zuvor war die Fluggesellschaft von einem Anstieg um 11 Prozent ausgegangen.

Im zweiten Quartal stieg der Nettogewinn Unternehmensabgaben zufolge um 23,7 Prozent auf 213,4 Mill. Euro. Der Umsatz legte um 27,4 Prozent auf 689,8 Mill. Euro zu. Analysten reagierten erfreut auf die Zahlen. „Das sind sehr gute Ergebnisse, und besonders der Ausblick ist deutlich besser“, sagte John Sheehan, Analyst bei NCB Stockbrokers. Die Experten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 210 Mill. Euro bei einem Umsatz von 676,8 Mill. Euro gerechnet.

In den kommenden Monaten profitiere Ryanair unter anderem vom zuletzt gesunkenen Ölpreis, hieß es ausblickend. Das Unternehmen habe die Absicherung gegen steigende Preise ausgebaut. „Wir sehen uns den Ölpreis auf dem Terminmarkt genau an, mit Blick auf die Absicherung unseres Bedarfes im Geschäftsjahr 2008“, teilte Ryanair mit. Bis vor kurzem hatte sich Ryanair gar nicht gegen steigende Ölpreise abgesichert.

Ryanair kündigte zudem an, die Übernahme der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus weiter voranzutreiben. Der Prozess werde vermutlich bis Ende Dezember dauern, sagte Finanzchef Millar. Theoretisch könne Ryanair das Übernahmeangebot, das derzeit Aer Lingus mit 1,48 Mrd. Euro bewertet, noch anheben. Der derzeit gebotene Preis sei jedoch ein „guter Startpunkt“. Ryanair ist mit der geplanten Übernahme der ehemaligen irischen Staatsgesellschaft auf erbitterten Widerstand bei Anteilseignern, Management und Beschäftigten gestoßen. Zuletzt hatte das Direktorium den Aktionären die Ablehnung der Offerte empfohlen – selbst, wenn diese aufgestockt würde.

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