Zwischenbilanu
Rhön-Klinikum nicht so gut wie erhofft

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatz- und Gewinn gesteigert, operativ die Erwartungen der Analysten aber verfehlt.

dpa-afx BAD NEUSTADT. Die Erlöse seien unter anderem dank der Akquisition des Universitätsklinikums Gießen-Marburg von 347,6 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 484,3 Mill. Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Bad Neustadt an der Saale mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit 474,8 Mill. Euro gerechnet.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen: Danach geht Rhön-Klinikum weiter von einem Umsatz in Höhe von 1,9 Mrd. Euro aus. Der Gewinn soll bei 93 Mill. Euro liegen. Die Ergebnisbelastungen aus der Übernahme des Universitätsklinikums Gießen und Marburg würde das Unternehmen durch verbesserte Ergebnisse weiterer Kliniken kompensieren.

Vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (Ebitda) verbuchte Rhön-Klinikum 51,6 (Vorjahr: 49,8) Mill. Euro im zweiten Quartal. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich der Gewinn von 34,7 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 35,3 Mill. Euro, vor Steuern (EBT) von 30,5 Mill. Euro auf 31,2 Mill. Euro. Damit verfehlte das Unternehmen bei allen drei Bilanzdaten die Schätzungen der Analysten. Diese hatten ein Ebitda im Schnitt von 54,9 Mill. Euro, ein Ebit von 37,0 Mill. Euro und ein Vorsteuerergebnis von 32,1 Mill. Euro prognostiziert.

Der Gewinn lag im zweiten Quartal mit 22,9 Mill. Euro nach 21,1 Mill. Euro im Vorjahr hingegen etwas über den Erwartungen. Die Analysten hatten im Schnitt einen Gewinn von 22,1 Mill. Euro prognostiziert.

Von Januar bis Juni kletterte der Umsatz 36,3 Prozent auf 938,1 Mill. Euro, teilte Rhön-Klinikum weiter mit. Das Ebitda stieg um 4,9 Mill. Euro auf 103,6 Mill. Euro und das operative Ergebnis nahm um 3,3 Prozent auf 71,1 Mill. Euro zu. Das Vorsteuerergebnis betrug im ersten Halbjahr 62,5 Mill. Euro. Das war ein Plus von 2,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg auf 45,6 (Vorjahr: 44,4) Mill. Euro. "Vor allem der Verlust des Universitätsklinikums Gießen und Marburg in Höhe von 5,6 Mill. Euro belastete das Ergebnis im ersten Halbjahr 2006, konnte aber durch die Verbesserungen bei den anderen Kliniken kompensiert werden", sagte Vorstandsmitglied Dietmar Pawlik.

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