Zwischenbilanz
Adecco gewinnt, DIS verliert

Der Schweizer Personaldienstleister Adecco und seine deutsche Tochter DIS haben ihre Zwischenbilanzen vorgelegt. Während Adecco jedoch beim Gewinn zulegen konnte, hat DIS eingebüßt. Die Begründung der Deutschen: Es fehlten Arbeitstage.

HB ZÜRICH. Adecco hat den Reingewinn im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 35 Prozent auf 135 Mill. Euro gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg zu konstanten Wechselkursen um 13 Prozent auf 5,133 Mrd. Euro, teilte Adecco am Freitag mit. Das organische Wachstum exklusive Währungseinflüssen und Auswirkungen von Akquisitionen betrug 10 Prozent. Analysten hatten für das zweite Quartal im Durchschnitt bei einem Umsatz von nur 5,029 Mrd. Euro einen Gewinn von lediglich 126 Mill. Euro erwartet.



Adecco bestätigte die Prognosen. Die aktuellen Rahmenbedingungen, zusammen mit den Schlüsselindikatoren für den weltweiten Personalvermittlungsmarkt, wiesen weiterhin auf eine günstige Entwicklung der Branche hin, hieß es. Adecco halte deshalb an den Wachstumszielen fest, mindestens auf Marktniveau zu wachsen, das heißt durchschnittlich mindestens 7 bis 9 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig bleibe das Management zuversichtlich, dass der Fokus auf das Fachkräfte-Vermittlungsgeschäft und auf Schlüsselregionen helfen werde, die Betriebsgewinnmargen bis zum Jahr 2009 nachhaltig auf über 5 Prozent zu verbessern.

Tochter DIS verdient weniger

Der von Adecco mehrheitlich übernommene deutsche Personaldienstleister DIS hat im abgelaufenen Quartal hingegen einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Mit 8,1 Mill. Euro habe das Ergebnis vor Steuern im zweiten Quartal um 6,1 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums gelegen, teilte das Unternehmen am späten Donnerstagabend mit. In dem Zeitraum habe es drei Arbeitstage weniger als vor Jahresfrist gegeben, lautete die Begründung. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 24,4 Prozent auf 95,4 Mill. Euro, wobei es um die Arbeitstage bereinigt ein Plus von 30,7 Prozent gab. Alle Geschäftsbereiche hätten ein zweistelliges Umsatzplus gemeldet und der positive Trend der vorangegangenen Quartale habe sich fortgesetzt.

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte DIS seine Prognosen. Erwartet wird ein Umsatzzuwachs zwischen 14,3 und 19,1 Prozent auf 360 bis 375 Mill. Euro. „Die Vorsteuermarge dürfte mit 11,5 bis 11,9 Prozent weiterhin am oberen Ende der mittelfristigen Zielsetzung von 11 bis 12 Prozent liegen“, hieß es.

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs im zweiten Quartal auf 8302 – den höchsten Stand in der 39-jährigen Firmengeschichte.

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