Zwischenbilanz
Air Berlin gerät ins Hintertreffen

Mit dem Zukauf des Billigfliegers DBA und der Ferienfluggesellschaft LTU war Air Berlin in der jüngsten Vergangenheit zur Nummer zwei am deutschen Himmel aufgestiegen. Für das schnelle Wachstum zahlt der Senkrechtstarter nun aber die Zeche.

tak/HB BERLIN. Im ersten Quartal verbuchte die Airline bei einem um mehr als zwei Drittel gesteigerten Umsatz von 371 Mill. Euro einen operativen Verlust von knapp 61 Mill. Euro. Damit steht Air Berlin zwar nicht alleine da. Das traditionell schwierige erste Quartal schloss auch der Billigflugkonkurrent Easyjet mit einem Verlust ab. Doch gegenüber der Lufthansa, der von Air-Berlin-Gründer und Vorstandschef Joachim Hunold ins Visier genommenen Nummer eins, gerät Air Berlin ins Hintertreffen. Die Lufthansa hatte es im ersten Quartal nach vier Jahren erstmals wieder geschafft, einen operativen Gewinn einzufliegen – dank strenger Kostendisziplin und guter Branchenkonjunktur im Rücken.

An der Börse brach die Aktie von Air Berlin ein. Analysten wie Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler und Uwe Weinreich von der HVB zeigten sich „enttäuscht“. Ein Grund für den unverändert hohen Betriebsverlust seien höhere Leasing-Kosten für Flugzeuge sowie operative Mehrausgaben. Angesichts des harten Wettbewerbs in der europäischen Luftfahrt müsse Air Berlin noch stärker als bisher daran arbeiten, die Kosten zu senken, erklärte Weinreich.

Auch die Erwartungen der Analysten wurden gedämpft. Hunold bestätigte zwar die für das laufende Geschäftsjahr angestrebte Ebit-Marge von sechs bis acht Prozent, doch sieht er diese derzeit eher am unteren Rande. „Das war keine dezidierte Gewinnwarnung, aber ein ordentlicher Dämpfer“, sagte Pieper.

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