Zwischenbilanz
Bei Ryanair hätte es mehr sein dürfen

Europas führende Billigfluggesellschaft Ryanair hat im dritten Geschäftsquartal zwar mehr verdient als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, doch blieb sie unter den Erwartungen der Analysten. Für den Rest der Wintersaison bleibt Ryanair zurückhaltend.

HB DUBLIN. „Wir gehen nicht davon aus, dass es eine Erhöhung der Prognosen geben wird“, sagte Ryanair-Finanzchef Howard Millar am Montag in Dublin. Trotz eines gut verlaufenen dritten Quartals werde der irische Billigfluganbieter seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr nicht anheben. Analysten gehen davon aus, Ryanair werde seinen geplanten Nettogewinn für das Gesamtjahr um elf Mill. Euro übertreffen. Millar bezeichnete diese Schätzungen als etwas zu optimistisch. Ryanair hält nach wie vor an dem geplanten Nettogewinn von 295 Mill. Euro fest, was einem Wachstum von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Ryanair-Aktie verlor am Vormittag knapp vier Prozent auf 7,43 Euro.

Von Oktober bis Dezember hat die Fluggesellschaft unter dem Strich 36,8 Mill. Euro verdient, wie Ryanair mitteilte. Mit dem Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr blieb das Unternehmen dennoch unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 37,9 Mill. Euro gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 371 Mill. Euro. Hier hatten die Experten 376 Mill. Euro erwartet. John Sheehan, Analyst bei NCB Stockbrockers in Dublin gab sich trotzdem positiv: „Diese Ergebnisse sind solide in einer rauen Branche.“

Bereits Ende Januar hatte das Unternehmen mitgeteilt, es rechne wegen des anhaltenden Preisdrucks im Billigflugsegment mit fallenden Durchschnittserlösen pro Passagier von fünf bis zehn Prozent. Nach Angaben von Vorstandschef Michael O'Leary wird das Minus von Januar bis März in der Mitte dieser Spanne liegen. „Wir bleiben bei unseren Prognosen für das Schlussquartal weiterhin vorsichtig“, sagte er. Im vierten Quartal würden die Durchschnittserlöse je Fluggast unter anderem dadurch belastet, dass Ostern in diesem Jahr erst im April sei und damit zum neuen Geschäftsjahr gerechnet werde.

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