Zwischenbilanz
Medion-Gewinn ist im Keller

Der als Aldi-Lieferant bekannte Essener Elektronikhändler Medion hat im ersten Quartal erneut an Gewinn und Umsatz verloren. Das Unternehmen sieht sich selbst aber im Plan, ist doch zumindest der Umsatzverlust Teil der neuen Strategie.

DÜSSELDORF. Das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen teilte am Freitag mit, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei von 12,5 auf 4,1 Mill. Euro gesunken. Unter dem Strich verblieben noch 2,1 nach 6,8 Mill. Euro. Eine schwache Nachfrage sowie der Verzicht auf margenschwaches Geschäft führten den Angaben zufolge zu einem Umsatzrückgang von 631,4 auf 465,9 Mill. Euro.

Neben den Effekten aus der Strukturbereinigung habe sich die anhaltende Konsumzurückhaltung in für Medion wichtigen europäischen Märkten auf die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten ausgewirkt, hieß es.

„Das Jahr 2006 ist für Medion ein Jahr des Umbaus. Dabei sehen wir uns mit Blick auf den Verlauf der Reorganisation im Plan“, sagte Finanzvorstand Christian Eigen. Die betrieblichen Aufwendungen seien in den ersten drei Monaten um knapp 26 Prozent gesenkt worden. Zudem habe sich der Personalaufwand um 11 Prozent reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 1 589 auf 1 430.

Mit Blick auf das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand, dass der Umsatz durch die Aufgabe margenschwacher Geschäfte von 2,53 auf 2 Mrd. Euro schrumpfen werde. Die Ebit-Marge soll zwischen 1,0 und 1,5 Prozent liegen.

Der mit hohen Kosten und schwachen Margen kämpfende Elektronikhändler hat sich ein Restrukturierungsprogramm verordnet, dass unter anderem den Verzicht auf Umsätze in Randbereichen vorsieht, die zu wenig abwerfen. Medion will sich stärker auf Computer und Fernseher konzentrieren. 2005 war der Überschuss um mehr als 80 Prozent auf 9,2 Mill. Euro eingebrochen. Daher sollen die Aktionäre nur eine von 55 auf 19 Cent reduzierte Dividende erhalten.

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